SUV-Letter
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Trend zum Coupé-SUV

Coupe SUVEigentlich ist die aktuelle Mode des oben abgeflachten SUV vollkommen sinnfrei. Das Verfahren klingt absurd: Zunächst wird ein geräumiges, sehr nutzwertiges SUV konstruiert, um es dann im nächsten Schritt der schnittigeren Optik wegen unpraktischer (und teurer!) zu machen.
Beispiel BMW: Das große Premium-SUV X5 verkauft sich nach wie vor gut; aber nicht so gut, um nicht noch Platz zu lassen für den rund 5.000 Euro teureren X6. Eine Klasse tiefer sieht es ähnlich aus. Der brave BMW X3 mit seinem ordentlichen Raumangebot muss sich den Markt mit seinem schickeren, engeren, unübersichtlicheren, durchschnittlich 3.000 Euro teureren Bruder X4 teilen. Da erscheint es nur logisch, dass BMW in Kürze eine Coupé-Ausführung des X1 anbieten wird.

Auch Mercedes verdient am neuen Trend des Coupé-SUV mit. Der ohnehin nicht gerade günstige GLC 350 d kommt als Coupé-Version noch einmal über 5.000 Euro teurer (57.715 Euro). Im Gegenzug offeriert das modische Coupé dann 45 Liter weniger Gepäckvolumen - und das bei sieben Zentimeter mehr Außenlänge! Auch das große Mercedes-SUV GLE bekam vor Kurzem einen Coupé-Bruder zur Seite gestellt - nach dem bekannten Rezept: Länger, breiter, niedriger, unübersichtlicher, enger und teurer. Trotz 6.500 Euro Preisunterschied greifen die Kunden gern zur unpraktischeren Alternative.

Auch Audi kann sich dem neuen Trend zu immer flacheren SUV nicht verschließen. Schließlich gibt es in diesem Segment richtig viel Geld zu verdienen. Ab dem Frühjahr 2018 wird der Audi Q8 erhältlich sein, eine extreme Version des Audi-Raumschiffes Q7. Der Flachdach-Crossover wurde auf der Ausstellung in Detroit als Konzept-Studie präsentiert. Obwohl der Audi Q8 direkt auf die Konkurrenten BMW X6 und Mercedes GLE Coupé zielt, geht Audi beim Design einen anderen Weg als die Mitbewerber. Die Dachlinie fällt im Heckbereich nicht so stark ab, Dadurch wirkt der Audi weniger wie ein Coupè, sondern eher wie ein extrem flaches SUV. Bis zu den Fensterunterkanten ähnelt die Konzeptstudie einem Range Rover, was aber auch an den riesigen, bis zu 23 Zoll großen Rädern liegen mag. Der Q8 ist über fünf Meter lang, zusammen mit der steileren Hecklinie wird das für deutlich mehr Platz als bei der Konkurrenz sorgen. Beim Nachmessen ergibt sich ohnehin Erstaunliches: Obwohl der Q8 oberhalb der Fensterunterkante extrem flach wirkt, ist er lediglich vier Zentimeter niedriger als der Raumriese Q7. Das lässt auf viel Platz und einen - besonders für die hinten Sitzenden - bequemeren Einstieg als bei X6 und GLE Coupè hoffen.

Insgesamt ist der Q8 radikal konzipiert wie schon lange kein Audi mehr. Denkt man sich die vier Ringe im Front- und Heckbereich weg, lässt sich der Audi kaum noch als solcher erkennen. Auch im Detail haben die Ingenieure ganze Arbeit geleistet. So fährt der Q8 mit Laserlicht vor; der Innenraum ist gänzlich neu, mit sehr wenigen Tasten und Schaltern, fast alles (auch Heizung und Klimaanlage) wird über einen Extra-Bildschirm per Touchscreen bedient.
Türgriffe sucht man am Audi vergeblich. Die Türen öffnen sich, indem man mit dem Finger darauf tippt. Das wirkt reichlich futuristisch; bodenständiger gibt sich der Q8 bei den Motorisierungen. Die werden komplett vom Q7 übernommen, einschließlich des Sechzylinder-Diesel als Plug In-Hybrid.

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