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Geschrieben von suVCar

Die richtigen Reifen für mein SUV - spezielle Reifenwahl beim SUV

SUV Reifen

Die Reifen sind die einzige Verbindung zwischen deinem Auto und dem Untergrund. Ein paar Quadratzentimeter Gummi für die Sicherheit und eine passende Performance. Mehr als "normale" PKW verlangen SUV bei der Reifenwahl eine ganz bewusste und vernünftige Entscheidung bei der Reifengröße, dem Profil und anderen Aspekten.

Gründe dafür sind die vom Charakter her sehr unterschiedlichen SUV und die anvisierten Einsatzgebiete.

 

 


Welche Größen passen bzw. sind zugelassen?

Reifengröße

Welche Reifen für dein SUV zugelassen sind, findest du im Kraftfahrzeugschein unter den Ziffern 15.1 und 15.2. Es sind deswegen zwei Ziffern, weil die Angaben für die Vorderreifen von denen der Hinterreifen abweichen können. Bei PKW und SUV ist das eher ungewöhnlich, bei Supersportwagen und Motorrädern aber eher die Regel.

Die montierten Reifen müssen nicht mit den Angaben im Fahrzeugschein übereinstimmen und können trotzdem zugelassen sein. Eine Auflistung aller für dein SUV zugelassenen Reifengrößen findest du im "Certification of Conformity" (CoC), das zu den Fahrzeugunterlagen gehört.

Sollte es dort nicht vorhanden sein, kannst du es beim Markenhändler anfordern.

Eine typische Reifengröße lautet zum Beispiel: 205/55 R 16 91 V

  • "205" nennt die Reifenbreite in Millimetern,
  • die "55" das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite.
  • "R" weist auf die heutzutage übliche Bauweise eines Radialreifens hin.
  • "16" ist die Felgengröße, "91" bezeichnet den Lastindex, also welches Gewicht dem einzelnen Reifen bei korrekt eingestelltem Luftdruck zugemutet werden darf.
  • "V" nennt den Geschwindigkeitsindex; die mögliche Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs darf nicht höher liegen als der Geschwindigkeitsindex des Reifens.

Grundsätzlich gilt: Breitere Reifen sind nicht unbedingt automatisch besser, und ein Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite unter 50 mag sportlich aussehen, mindert den Komfort aber erheblich.

 

Reifengrößen bei der Mini SUV-Klasse

SUV-Mini-Klasse

Wie nicht anders zu erwarten, regiert bei der kleinsten SUV-Klasse bei den Reifengrößen die Vernunft. Dementsprechend liegen die Verkaufspreise pro Reifen etwa zwischen 60 und 90 Euro.

  • Der Seat Arona kommt standardmäßig mit einer 205/60 R 16 96 H-Bereifung. Wer es etwas sportlicher mag, nimmt 205/55 R 17 95 V, hauptsächlich wegen der Option auf optisch ansprechendere Felgen.
  • Der VW T-Cross lässt sich mit vernünftigen und preiswerten 195/60 R 16 89 H besohlen, breitere Reifen (205-er) gibt es gegen Aufpreis natürlich auch.
  • Der Renault Captur geht bei der Basisausstattung sogar auf 15 Zoll (195/65 R 15 95 H) herunter.
  • Der deutlich teurere Audi Q2 fängt in der Basis bereits bei 205/60 R 16 an, die stärkste Version (Allrad, 300 PS, 46.900 Euro) trägt natürlich ein deutlich großzügigeres Format.
  • Der ansonsten recht vernünftige und nüchterne Fiat 500X lässt sich sogar bis zu einem Format von 225/40 R 19 hinreißen, beim Fahrkomfort ist er dann allerdings alles andere als eine Sänfte.
  • Der Opel Crossland X ordnet sich bei den Mitbewerbern ein. 195-er bis 215-er Breite und 16 bis 17 Zoll Felgengröße bleiben im üblichen Rahmen.

 

Reifengrößen bei den Kompaktklasse-SUV

SUV Kompaktklasse

Bei der beliebten SUV-Kompaktklasse gibt es ein entsprechend weit gefächertes Angebot an Reifen mit zum Teil sehr unterschiedlichen Preisen. Die Spanne reicht von 80 bis 170 Euro pro Reifen.

  • Der Audi Q3 beginnt standardmäßig mit einer 205/55 R 16 94V-Bereifung. Ebenfalls beliebt sind Ausführungen mit 215, 225 und 235 Millimetern Breite.
  • Der Dacia Duster baut ganz auf Komfort und hohe Traglast und bietet serienmäßig eine 215/65 R 16 98H-Bereifung an. Es finden sich aber auch 17- und 18-Zoll-Felgen mit entsprechend beeindruckender Bereifung im Angebot.
  • Der BMW X1 als sportliche Interpretation der Kompaktklassen-SUV lässt sich von 17 bis auf 19 Zoll hochrüsten. Auffällig sind die niedrigen Querschnitte von 50 über 45 bis hin zu 40. Letztere bieten dann nur noch so etwas wie Restkomfort. Gleichzeitig steht das Fahrzeug dann niedriger, was unter Umständen gegenüber der Standardbereifung sogar den Einstieg erschwert.
  • Der Peugeot 3008 bietet ein Breitenspektrum von 205 bis 225 Millimetern und Felgengrößen von 17 bis 19 Zoll. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass die Einstiegsbereifung den preisgünstigen und schwächer motorisierten Varianten vorbehalten ist.
  • Felgenkönig in der Kompaktklasse ist der VW Tiguan mit bis zu 20 Zoll.
  • Eine außergewöhnliche Größe bietet der Opel Grandland X als Option: 19 Zoll-Felgen bei nur 205 Millimeter Reifenbreite.

 

Häufige Reifengrößen bei Mittelklasse-SUV

SUV Mittelklasse

In der Mittelklasse sind die Reifenpreise extrem unterschiedlich. Sie reichen von 80 Euro bis über 200 Euro. Sonderwünsche über das Standardmaß hinaus kosten natürlich Geld. Oft bietet die Serienbereifung die vernünftigste Lösung.

  • Beim Audi Q5 ist das der 235/65 R 17, für den es viele ansprechende Felgendesigns gibt. Ein 255/40 R 21 passt da eher für die sportliche Fraktion.
  • Beim BMW X3 sieht es ähnlich aus. 18 bis 21 Zoll werden angeboten, bei 225 bis 245 Millimetern Reifenbreite. Allerdings ändert sich das Angebot an verfügbaren Reifen ständig.
  • Der Hyundai Santa Fè reiht sich mit 18 bis 20 zoll großen Felgen bei den Mitbewerbern ein.
  • Der Mitsubishi Outlander offeriert 17 Zoll bis 20 Zoll große Felgen. Bis vor kurzem gab es das Mittelklasse-SUV auch mit 16 Zoll-Alufelgen, was absolut kein Nachteil sein muss.
  • Der Mercedes-Benz GLC bietet mit 17 bis 21 Zoll (M+S: 20 Zoll) großen Felgen nichts Außergewöhnliches, außer der Traglast von 104. Sie weist darauf hin, dass das Fahrzeug ein sehr hohes zulässiges Gesamtgewicht gestattet. Tatsächlich darf der GLC bis zu 665 Kilogramm zuladen.
  • Der Honda CR-V macht es knapp und nüchtern: Drei Felgengrößen (17, 18, 19 Zoll) bei gleicher Reifenbreite (235 Millimeter).

 

Verwendete Größen bei den Oberklassen-SUV

SUV Oberklasse

Bei den Oberklasse-SUV, bei denen die Reifen-Preisspanne von 150 Euro bis über 300 Euro pro Stück reicht, herrscht weitgehend Einigkeit bei den verwendeten Reifenformaten. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die noblen, oft deutlich über 100.000 Euro teuren Allradler.

  • Der Audi Q7 kommt standardmäßig mit 255/55-er Reifen auf 18 Zoll-Felgen, lässt sich aber bis zum sportlichen 285/35 R 22 hochrüsten.
  • Der direkte Konkurrent BMW X5 bietet eine fast identische Reifenwahl, bis hin zum supersportlichen 35-er Querschnitt.
  • Der Mercedes-Benz GLE kommt mit Reifenbreiten von 235 bis 285 Millimetern und Felgengrößen von 18 bis 22 Zoll.
  • Der über zwei Tonnen schwere Range Rover fängt erst bei 20 Zoll an (bis 22 Zoll).
  • Das Gleiche gilt für den Porsche Cayenne, auch bei ihm fangen die Felgen erst bei 20 Zoll an.
  • Die preiswertesten Reifen bei den Oberklassen-SUV bekommst du für den VW Touareg. Einstieg sind hier tatsächlich 17 Zoll-Felgen mit 235 Millimeter breiten Reifen.

Grundsätzlich lassen sich bei allen Oberklasse-SUV zahlreiche Serien- und Zubehörfelgen verwenden. Dabei geht es natürlich nicht nur um Preis, Vernunft, Komfort und Fahrverhalten, sondern oft auch hauptsächlich um das Design, die Optik.

 

Gängige Reifengrößen bei Geländewagen

Geländewagen-Klasse

Bei den echten Geländewagen sieht die Felgen- und Reifengröße doch etwas anders aus. An den angebotenen Formaten lässt sich einwandfrei ablesen, dass es den Herstellern der Geländegänger weniger um eine gefällige Optik, die "etwas hermacht", geht, sondern vielmehr um praktische und alltagstaugliche Aspekte wie größtmögliche Geländetauglichkeit und Komfort.

  • Zwei Ausnahmen stellen der Mercedes-Benz G-Klasse und der Land Rover New Defender dar. Sie lassen sich wie ihre SUV-Brüder bis zu 275 Millimeter Reifenbreite und 22 Zoll-Felgen hochrüsten.
  • Beim "Fußvolk" der echten Geländewagen herrschen ganz andere Formate vor. Der kleine, aber extrem geländegängige Suzuki Jimny macht es vor: In der Basis genügen ihm 195/80 R 15-Reifen. Die kosten 40 bis 70 Euro pro Stück. Wer mehr ausgeben will, kann den kleinen Kraxler mit 205-Reifen auf 16 Zoll-Felgen aufhübschen.
  • Dem Jeep-Wrangler genügen serienmäßig 17 Zoll-Felgen mit immerhin 245 Millimeter breiten Reifen. Bevorzugt werden allerdings die aufpreispflichtigen 18-Zöller.
  • Der preisgünstige LADA NIVA fährt mit ebenfalls preisgünstigen 205-er Reifen auf 15 Zoll-Felgen vor. 215-er auf 17 Zoll sind ebenfalls im Angebot. Unbedingt notwendig für den leichten Lada sind sie allerdings nicht.
  • Der relativ große und schwere Mitsubishi Pajero - ein Gelände-Urgestein - rollt auf 17 Zoll-Felgen, allerdings mit 265-er Reifen. Eher statusgemäß sind allerdings die optionalen 20 Zoll-Räder.

 


Welche Reifen eignen sich besonders gut?

ADAC Reifentest

Der ADAC führt regelmäßig sehr umfangreiche, aufwendige und detaillierte Reifentests durch. Für viele SUV-Eigentümer und Interessenten dürfte der aktuelle Winterreifentest für das gängige Format 225/50 R 17 interessant sein.

Das beste Ergebnis erzielte der Dunlop-Wintersport5, gefolgt vom Michelin Alpine 6 und dem Goodyear Ultra Grip Performance+. Dahinter folgt ein breites Mittelfeld (Schulnote 3). Anbieter sind unter anderem die renommierten Hersteller Kleber, Bridgestone, Continental, Nexxen und Vredestein.

Am Ende der Bewertungstabelle finden sich zwei mangelhafte Reifen, der Goodride Z-507 Zuper Snow und der Linglong Geen-Max Winter UHP. Vor diesen beiden sei gewarnt. Es ist aber nicht so, dass sie im Schnee und auf Eis komplett versagen. Das Problem bei Billigreifen ist, dass sie häufig in einigen Testkriterien durchaus eine gute Figur abgeben, in anderen jedoch extrem schwach bewertet werden müssen. Und oft sind diese Bereiche die sicherheitsrelevanten.

Deutlich längere Bremswege und ein nicht ungefährliches Verhalten bei plötzlichen Ausweichmanövern sind inakzeptabel. Dazu kommt im vorliegenden Test, dass Winterreifen auf trockener Straße generell gegenüber Sommerreifen im Nachteil sind. Und auf trockener Straße wird nun einmal gern schnell gefahren. Das kann mit den so genannten Billigreifen zu einem ernsten Problem werden.

Darüber hinaus sind halbwegs anständige Reifen nicht unbedingt viel teurer. Der wirklich gefährliche, eindeutig mangelhafte Linglong kostet laut erwähntem ADAC-Test 85 Euro Stück. Ein gleichformatiger Reifen des Herstellers Esa, der im Test noch mit "befriedigend" bewertet wurde, ist hingegen schon für 99 Euro pro Stück zu haben.

 

Sind die Testsieger denn wirklich viel teurer?

Pro Stück verlangt Dunlop 161 Euro, Michelin 169 Euro und Goodyear 166 Euro. Das entspricht dem Doppelten des mangelhaften Linglong. Dafür bieten die Premiumreifen aber erheblich mehr, vor allem in puncto Sicherheit. Und wenn es um Sicherheit geht, sind Geiz und Sparzwang fehl am Platz.

 

Das sind die Top Reifenmarken

Es ist nicht einfach, die Reifen eines Herstellers grundsätzlich als hochpreisig, mittelpreisig und tiefpreisig einzustufen. Mal kostet ein Reifen des einen Herstellers ein paar Euro mehr als der direkte Konkurrent, mal ist es um gekehrt.

 

Eine allgemeine Tendenz lässt sich aber erkennen:

Hochpreisig sind die Reifen von Continental, Pirelli und Michelin.

Im mittelpreisigen Segment finden sich Bridgestone, Goodyear, Vredestein, Dunlop, Hankook und Firestone.

Im tiefpreisigen Bereich bietet die Firma Falken Reifen von meist akzeptabler Qualität.

Grundsätzlich gilt aber: Je günstiger ein Reifen angeboten wird, desto misstrauischer solltest du sein.

Auch interessant: Alle Reifenmarken

 


Eignen sich Allwetterreifen für mein SUV?

Allwetterreifen
Foto © by lelyak/Shotshop.com

Allwetterreifen setzen sich immer mehr durch. Bereits 20 Prozent aller Reifen sind Ganzjahresreifen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der lästige und auf Dauer kostspielige Radwechsel im Frühjahr und im Herbst entfällt. Es muss kein zweiter Satz Felgen für die Sommer- beziehungsweise Winterbereifung angeschafft werden.

Denn was gern als "Reifenwechsel" bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein Radwechsel. Die Reifen zwei Mal im Jahr auf die gleichen Felgen ziehen und abziehen, das schadet auf Dauer sowohl den Reifen als auch den Felgen.

 

Wann eignen sich Ganzjahresreifen also für dein SUV?

Auf jeden Fall für alle Wenigfahrer. Und für diejenigen, die nicht in ganz schwerem Gelände fahren. Und für diejenigen, die nicht ständig sehr hohe Geschwindigkeiten fahren. Und für Flachlandbewohner. Das sind in etwa die Zielgruppen für Ganzjahresreifen.

Rechtlich gesehen sind Ganzjahresreifen den Winterreifen gleichgestellt - erkennbar am Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke. Bis zum Jahr 2024 sind auch M+S-Reifen mit entsprechender Kennung für den Betrieb auf winterlicher Straße zugelassen.

Sehr empfehlenswert ist beispielsweise der Testsieger Continental All Season Contact für 464 Euro pro Satz. Ein bedingt empfehlenswerter Reifen, der Nexxen Nblue4Season ist zwar schon für 344 Euro pro Satz zu haben, der Aufpreis zum Continental von 30 Euro pro Reifen relativiert sich aber im Fahrbetrieb.

Aktuelle Ganzjahresreifen sind am Winterreifen "näher dran" als am Sommerreifen.

In der Praxis bedeutet das, dass der Ganzjahresreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Schnee, Schneematsch und Eis, kaum Nachteile gegenüber einem echten Winterreifen hat.

Im Sommer bei trockener Fahrbahn hat der reine Sommerreifen gegenüber dem Ganzjahresreifen Vorteile, beispielsweise kürzere Bremswege und höhere mögliche Kurvengeschwindigkeiten.

Das fällt aber nur bei extremer Fahrweise - und natürlich bei Tests - auf. Hier sollte jeder sein eigenes Fahrprofil und seine fahrerischen Vorlieben überprüfen und sich dann entweder für Ganzjahresreifen oder für den Wechsel der Reifen zwei Mal im Jahr entscheiden.

 

Nutzen sich SUV-Reifen schneller ab?

Reifen Abrieb
Bild von Gianfranco De Bei auf Pixabay

Auf diese pauschale Frage kann es keine pauschale Antwort geben. Die Reifenabnutzung hängt weniger von der Fahrzeugklasse als vielmehr in erster Linie vom rechten Fuß des Fahrers oder der Fahrerin ab. Denn jedes abrupte Gas geben oder Bremsen kostet Gummi. Das Fahrtemperament entscheidet als wichtigstes Kriterium über die Reifenabnutzung.

Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Beim SUV das hohe Gewicht beispielsweise. Auch Anhängerbetrieb macht den Antriebsreifen zu schaffen.

Die Theorie, dass SUV durch ihren hohen Aufbau in Wankbewegungen geraten und dadurch den Reifenverschleiß erhöhen, lässt sich so in der Praxis nicht halten. Diese Wankbewegungen sind es nämlich, die höhere Kurvengeschwindigkeiten verhindern, und die tragen natürlich zum Reifenverschleiß bei.

Auch die Theorie, dass Allradantrieb den Verschleiß erhöht, trifft nicht zu. Das mag in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bei den ersten Audi Quattro mit ihrem starren Allradantrieb, der in engen Kurven die ganze Karosserie durch den verspannten Antriebsstrang ächzen ließ, so gewesen sein. Die heutigen Allradsysteme sind so programmiert, dass sie zu jeder Zeit die Motorkraft an das richtige Rad schicken. Durchdrehende Vorderräder bei PS-starken Kleinwagen sind verschleißintensiver.

Eines sollte nicht vergessen werden: Den höchsten Reifenverschleiß verursachen weder bremsen, noch beschleunigen, noch Kurvenfahren, sondern sehr hohe Geschwindigkeiten wie 200 km/h und mehr. Da verdoppelt und vervierfacht sich der Verschleiß. Grund dafür ist, dass das Fahrzeug bei diesen Geschwindigkeiten einen gewaltigen Luftwiderstand überwinden muss. Die Reifen verformen sich und drehen ständig durch, um den Fahrwiderstand zu überwinden. Das wird von den Insassen nicht bemerkt, kostet aber Gummi und damit auch Geld.

Die meisten SUV fahren aber selten oder nie ständig sehr hohe Geschwindigkeiten. Um es zu verdeutlichen: Den Fahrern eines Suzuki Jimny, eines VW T-Cross oder Renault Captur wird der Reifenverschleiß wohl kaum Sorgen bereiten.

 


Was kosten die Reifen für mein SUV?

Reifenpreise
Foto © by OlekStock/Shotshop.com

Wenn du im Internet nach günstigen Reifen für dein SUV suchst, brauchst du Durchhaltevermögen, Geduld und vor allem Zeit. Warum?

Ganz einfach: Reifenpreise sind Tagespreise.

Bei kaum einem anderen Produkt ändern sich die Preise so schnell und häufig, Benzin und Diesel vielleicht ausgenommen. Reifenkauf ist fast wie ein Pokerspiel. Wenn du heute einen Reifen für beispielsweise 90 Euro bestellst, kann er morgen schon 105 Euro kosten. Oder eben auch nur noch 75 Euro.

Die Anbieter entscheiden knallhart nach Kundennachfrage, Verfügbarkeit und Lagerbeständen. Auch die Annahme, dass größere Reifen automatisch teurer sind, stimmt nicht immer. Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich vor dem Reifenkauf an den Rechner zu setzen. Hier ist Zeit tatsächlich Geld. Nämlich gespartes.

 

Wie teuer sind Sommerreifen für SUV?

  • Miniklasse | Die Reifenpreisen liegt zwischen 48 Euro und 97 Euro, durchschnittlich etwa 70 Euro
  • Kompaktklasse | Reifenpreise zwischen 60 Euro und 130 Euro, im Durchschnitt etwa 100 Euro.
  • Mittelklasse | Reifenpreis zwischen 130 Euro und über 400 Euro, durchschnittschnittlich etwa 200 Euro.
  • Oberklasse | Bereifung ist trotz gewaltiger Dimensionen kaum teurer. Ab 160 Euro wirst du fündig.

 

Was kosten die Winterreifen?

  • Miniklasse | Der Reifenpreis beginnt ab 60 Euro bis 110 Euro
  • Kompaktklasse | Günstige Reifenpreise! Hier beginnt der Preis bei etwa 75 Euro
  • Mittelklasse | Der Winterreifen kostet zwischen 150 Euro bis 300 Euro
  • Oberklasse | Bereifung ab 230 Euro bis 440 Euro

 

Wie viel muss ich für Allwetterreifen ausgeben?

  • Mini-SUV-Klasse | Der Preis für einen Ganzjahresreifen: zwischen 60 Euro bis 90 Euro
  • Kompaktklasse | Gleich doppelt so teuer: ab 100 Euro bis 160 Euro.
  • Mittelklasse | Ganzjahresreifen-Preise: ab 110 Euro bis 180 Euro.
  • Oberklasse | Durchschnittspreis bei 350 Euro*

*Das Angebot an verfügbaren Ganzjahresreifen für Oberklasse SUVs ist ausgesprochen knapp. Offensichtlich wird bei den Nobel-Karossen noch mehr gewechselt als in den anderen Klassen.

 

Wann kauft man am besten seine Reifen?

Macht es Sinn seine Winterreifen erst im Frühjahr zu kaufen? Diese Frage hat sich der Deutsche Automobilclub ADAC gestellt und recherchiert, ob Antizyklisches kaufen von Reifen einen Vorteil hat der sich im Preis niederschlägt.

Der ADAC kommt zu dem Entschluss es durchauss Sinn macht!
Die Erklärung: Reifenhändler müssen Ihr Lager leeren und für die neue Saison Platz machen!

Mehr Infos zum antizyklisches Kaufen von Reifen:

https://www.adac.de/reifenkauf-antizyklisch/

 


Wo kaufe ich meine Reifen?

Reifenhändler
Foto © by fxquadro/Shotshop.com

Sommer-, Winter- und Allwetterreifen werden regelmäßig vom ADAC und anderen Organisationen getestet. Es hilft dir beim Reifenkauf, wenn du da auf dem Laufenden bist, um Fehlkäufe und Enttäuschungen zu vermeiden. Hast du dich auf Grund von Testberichten und eines akzeptablen Preises für einen ganz bestimmten Reifen entschieden, stellt sich natürlich die Frage: Wo kaufe ich diesen Reifen? Und wo lasse ich ihn montieren?

Falls dein SUV noch in der Garantie beziehungsweise Gewährleistung (BMW, Mini) ist, und du einen guten Draht zu deinem Markenhändler hast, empfiehlt sich als erstes ein Gang dorthin. Mag sein, dass der gewünschte Reifen dort ein paar Euro teurer ist als bei einem Reifenhändler.

Die Reifen lassen sich allerdings auch zum günstigen Kurs direkt zu deinem Markenhändler liefern, der sie dann lediglich montiert. Fairerweise sollte er den günstigen Reifenpreis an dich weitergeben. Vorab solltest du allerdings klären, welche zusätzlichen Kosten neben der Montage auf dich zukommen. Das ist beispielsweise die Entsorgung der Altreifen. Aber auch das unbedingt notwendige Auswuchten der neuen Reifen kostet ein paar Euro. Und für die Montage auf Alufelgen statt Stahlfelgen wird ebenfalls ein kleiner Aufschlag fällig. Das alles gilt es im Vorfeld zu klären.

Der Kauf und die Montage bei einem großen Reifenhändler kann eine sinnvolle Alternative sein. Auch hier gilt es, den genauen Gesamtpreis vorab zu bestimmen.

Als dritte Möglichkeit bieten sich Vor-Ort-Tankstellen-Werkstätten an, die mit "Preisen wie im Internet" werben. Das lässt sich ja überprüfen. Der große Vorteil der Vor-Ort-Montage: die Zeitersparnis.

 

Einschlägige Internetportale

Wie bereits erwähnt, das genaue Studium der einschlägigen Internetportale kostet Zeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der entsprechende Anbieter eine übersichtliche und schnelle Suchmaschine bietet. Es nutzt dir nämlich nichts, wenn du irgendwo einen bestimmten Reifen für ein paar Cent günstiger bekommst, du dafür aber stundenlang im Internet suchst und dich über eine langsame Menüführung ärgerst. Bei dem riesigen Angebot an Formaten, Profilen, Herstellern und Ausführungen ist es umso wichtiger, auf eine schnelle und logische Menüführung Zugriff zu haben.

Gut gemachte und hilfreiche Internetportale sind zum Beispiel:

 

Kann ich auch gebrauchte Reifen kaufen?

Da verkauft jemand günstig fast neuwertige Reifen, weil er für seine neuen Alufelgen ein anderes Format benötigt. Im Prinzip kannst du diese Reifen kaufen; trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl.

Über das "Vorleben" dieser Reifen ist nichts bekannt. Sie können "innere Verletzungen" aufweisen, die du nicht siehst, beispielsweise durch eine heftige Bordsteinberührung. Eine im Inneren gebrochene Karkasse kann einen Reifenplatzer zur Folge haben.

Das Gleiche gilt für so genannte runderneuerte Reifen. Zwar schreibt der Gesetzgeber vor, dass eine gebrauchte Karkasse nur ein einziges Mal mit einem neuen Profil versehen werden darf, aber auch hier sieht man dem Reifen innere Beschädigungen nicht an.

Bei Neureifen bist du also immer auf der sicheren Seite. Die einzigen Vorteile von Gebrauchtreifen sind der günstige Preis und die Schonung der Umwelt durch Wiederverwendung.

 


Nützliche Infos rund um den Reifen

Reifenarten für SUVs und Geländewagen

Gewöhnlich sind die Reifen für solche Fahrzeuge etwas größer als gewöhnliche PKW-Reifen. Allein die Dimension von SUV-Autos wie einem Ford Kuga, VW Tiguan, BMW X3, Audi Q8 oder einem Rolls Royce Culli lassen diesen Schluss zu. Ohne die passenden Reifen würde das Gesamtdesign der Fahrzeuge an Wert verlieren. Aber nicht alle Fahrer nutzen eine Geländelimousine Offroad. Daher sind Allradreifen z. B. mit einem tieferen Spezialprofil nicht immer unbedingt vonnöten. Dennoch sind Reifen für SUV im Allgmeinen derart ausgelegt, dass sie bei jedem Terrain einen hohen Fahrkomfort bieten. Wird eine SUV-Bereifung vielfältiger genutzt, muss sie den entsprechenden Belastungen standhalten. Gute Reifen stellen ihre Performance im Gelände, bei Nässe und auf trockenen Belägen dauerhaft unter Beweis.

 

SUV-Reifen für das Gelände

Fahrer, die sich mit ihrem Offroader gern im Gelände bewegen, sollten auf spezielle Offroad-Reifen zurückgreifen. Diese sind in den Reifenflanken und im Reifengerüst (Karkasse) derart verstärkt, dass sie anspruchsvollem Terrain standhalten. Spezielle SUV-4×4-Reifen erfüllen solche Ansprüche zu jeder Saison. Optimiert wird das Fahrverhalten im Gelände durch besondere Profildesigns und den Gummi-Mix. Wichtig neben der idealen Profilstruktur für Geländefahrten ist die Profiltiefe. Je nachdem, ob vermehrt auf Untergründen wie Gras, Schlamm- oder Schotter gefahren wird, sollte der Reifen für SUV ausgelegt sein. Jedem Autofahrer sollte allerdings klar sein, dass es den perfekten Reifen für Gelände und die Straße in einer Version nicht gibt.

 

SUV-Reifen-Angebot: Street-Terrain oder All Terrain

Generell sind für Sport Utility Vehicles die beiden Reifenarten Street-Terrain oder All Terrain erhältlich. Street-Terrain-Reifen sind meist serienmäßig beim Kauf der Fahrzeuge angebracht. Reifen für SUV, die hauptsächlich für Fahrten auf asphaltierten Straßen genutzt werden, tragen die Kennzeichnung „ST“. 4x4-Reifen oder auch AT-SUV-Reifen sind sowohl für Straßen wie Gelände geeignet. Allerdings sollten solche Reifen für SUV nur höchstens in mittelschwerem Gelände zum Einsatz kommen.

 

Hier zum SUV-Spezialreifen für schweres Gelände

Für anspruchsvolles und sehr schwieriges Gelände haben die Reifenhersteller sogenannte „Mud Terrain“ mit der Kennzeichnung „MT“ entwickelt. Das tiefe Profil sorgt dafür, dass die Reifen auch im Schlamm und Matsch ihren Grip behalten. Wird das Gelände noch schwieriger, müssen Boggers oder Super Swamper aufgezogen werden. Dank des Spezialprofils und des entsprechenden Reifendrucks wird selbst schwierigstes Gelände gemeistert.

 

Die Reifenkennzeichnung

Wenn du in die Knie gehst, kannst du den Reifen deines SUV lesen. Auf der Reifenflanke findest du wichtige Informationen.

Reifenbezeichnungen

1.) Die Bezeichnung "tubeless" weist auf einen schlauchlosen Reifen hin, heutzutage die Regel.

2.) Rechts daneben findest du - falls es sich um einen Winter- oder Ganzjahresreifen handelt - das Schneeflockensymbol oder die M+S-Kennzeichnung.

3.) Dann folgt die Reifenbreite in Millimetern (zum Beispiel 205).

4.) Hinter dem Schrägstrich wird das Höhe-Breite-Verhältnis in Prozent (55) angegeben.

5.) Dann folgt in den meisten Fällen der Buchstabe "R", der besagt, dass es sich um einen heutzutage üblichen Radialreifen handelt.

6.) Dann folgt der Felgendurchmesser (bei SUV zwischen 15 und 22 Zoll).

7.) Die nächste Zahl, im Beispiel 89, gibt an, welches Gewicht der Reifen tragen darf.

8.) Der nächste Buchstabe, häufig "H" oder "V", besagt, bis zu welcher möglichen Höchstgeschwindigkeit der betreffende Reifen zugelassen ist.

Geschwindigkeitsindex:

  • T 190 km/h
  • H 210 km/h
  • V 240 km/h
  • W 270 km/h
  • Y 300 km/h

9.) In der unteren Zeile findest du die Buchstabenfolge "DOT" und eine Kombination aus sechs Buchstaben und zwei Zahlen. Das ist sozusagen der Personalausweis des Reifens.

10.) Dann folgt eine vierstellige Zahl. Sie nennt das Produktionsdatum des Reifens. Liest du zum Beispiel "0719", so bedeutet das, dass der Reifen in der 7. Woche des Jahres 2019 hergestellt worden ist.

11.) Daneben ist das E-Prüfzeichen!

12.) Dann folgt die sehr wichtige Angabe der Laufrichtung, erkennbar an einem Pfeil und dem Wort "Rotation".

 

Infos zur Mindestprofiltiefe

Profiltiefe

Bild von Garn Finger auf Pixabay

Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Dies gilt für alle Reifentypen, egal ob Sommer, Winter, Ganzjahres oder M+S.

Die Profiltiefe lässt sich recht einfach messen. Eine zwischen die Lamellen gesteckte Ein-Euro-Münze muss den Goldrand vollständig verschwinden lassen. Ist er sichtbar, wird es Zeit für einen Reifenwechsel.

1,6 Millimeter sind übrigens ein sehr großzügiger Wert. Da kann die Leistungsfähigkeit und damit die Sicherheit des Reifens bereits nachgelassen haben. Bei 4 Millimetern Restprofiltiefe (von ursprünglich 8 Millimetern) sollten Winterreifen vorsorglich gewechselt werden, auch wenn der Gesetzgeber dies nicht verlangt. Das Gleiche gilt für M+S- und Ganzjahresreifen. Sommerreifen lassen sich bis 3 Millimeter Restprofiltiefe nutzen.

Übrigens: Winterreifen den Sommer über durchzufahren, weil es dann zum Wechsel zu Winteranfang zeitlich so gut passt, ist keine gute Idee. Bei fast abgefahrenen Winterreifen auf trockener Straße und bei hohen Temperaturen verlängert sich der Bremsweg erheblich.

Fahren unter 1,6 Millimeter Profiltiefe bringt Punkte und kostet Geld. Konkret: Einen Punkt im Zentralregister in Flensburg und 60 Euro Geldbuße. Bei kleinen SUV in etwa so viel, was der neue Reifen gekostet hätte.

 

Reifentausch - welche Reifen auf welche Achse?

Autoreifen verschleißen achsweise unterschiedlich schnell. Außer bei wenigen, stark motorisierten reinen Hecktrieblern sind die Reifen an der Vorderachse eher fällig. Die Bremskräfte sind deutlich größer als an der Hinterachse (bis zu 80 Prozent), auf der Vorderachse lastet mehr Gewicht, die Räder werden gelenkt und - Ausnahme Hecktriebler - auch angetrieben.

Außerdem sind die meisten Autos so konstruiert, dass sie bei zu hohen Kurvengeschwindigkeiten, bevor das ESP eingreift, eher über die Vorderachse (=Untersteuern) als über die Hinterachse (=Übersteuern) rutschen. Die Idee, die Vorderreifen, die sich der Verschleißgrenze nähern, einfach mit den besseren der Hinterachse zu tauschen, ist eine ausgesprochen schlechte Idee.

Natürlich ist es verständlich, den Reifenwechsel möglichst lange hinauszuschieben. Auch das Argument, dass eine angetriebene Vorderachse die besseren Reifen benötigt, ist durchaus verständlich. Die oft gehörte Stammtischweisheit "Die besseren Reifen gehören an die angetriebene Achse" ist schlichtweg falsch. Sie trifft lediglich bei reinen Hecktrieblern zu.

Bei Allradantrieb mit zwei angetriebenen Achsen funktioniert diese Stammtisch-Weisheit ohnehin nicht. Und bei frontgetriebenen Autos ist sie sogar gefährlich.

Das hat einen triftigen Grund:

Die Hinterreifen sind für die Spurhaltung des Fahrzeugs zuständig. Platzt bei hohem Tempo ein Vorderreifen, lässt sich das bei guter Reaktion und natürlich etwas Glück noch in den Griff bekommen, da die Vorderräder lenkbar sind. Platzt jedoch ein Hinterreifen, ist man der Situation hilflos ausgeliefert. Und auf schneebedeckter Straße fährst du mit guten Hinterreifen besser und sicherer.

Also: Die besseren Reifen gehören bei allen Autos - egal welche Räder angetrieben werden - an die Hinterachse.

 

Laufleistung eines Reifens

Reifen Laufleistung
Foto © by scanrail/Shotshop.com

Wie bereits erwähnt, ist die Laufleistung eines Reifens in erster Linie vom rechten Fuß des Fahrers beziehungsweise der Fahrerin abhängig. Allerdings gibt es auch andere Faktoren, die die Laufleistung positiv oder negativ beeinflussen.

Da ist zunächst die Reifenbreite. Mehr Aufstandsfläche bedeutet bei gleichem Reifen weniger Verschleiß. Der Reifenumfang spielt natürlich auch eine Rolle. Logisch: Ein größerer Reifen dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit nicht so oft wie ein kleinerer.

Hier kommen die "Vernunftreifen" ins Spiel. Das sind diejenigen Reifen, die ein hohes Höhe-Breite-Verhältnis aufweisen, also beispielsweise ein 195/80 R 15. So genannte Niederquerschnittreifen mit einem Höhe-Breite-Verhältnis von unter 50 haben trotz großzügig bemessener Felgen einen relativ geringen Umfang und verschleißen somit schneller.

Auch das Fahrzeuggewicht spielt natürlich eine Rolle, ebenso wie die Motorleistung. Ist sie hoch und wird gern genutzt, ist erhöhter Reifenverschleiß vorprogrammiert. Dass SUV-Reifen eher verschleißen als PKW-Reifen, kann nicht pauschal gesagt werden. Im Gegenteil: Theoretisch ist ein allradgetriebenes SUV sogar leicht im Vorteil, da sich die Kraft auf alle vier Räder verteilt.

Wie sieht die Laufleistung eines SUV-Reifens denn konkret in Kilometern aus? Hier lässt sich natürlich keine pauschale Aussage treffen. Hilfreich ist es, sich zwei extreme Möglichkeiten vor Augen zu halten.

Ein stark motorisiertes, aber nur frontgetriebenes SUV benötigt bei sportlicher Fahrernatur unter Umständen nach nicht einmal 20.000 Kilometern neue Vorderreifen. Das andere Extrem: Ein frontgetriebenes SUV, das äußerst behutsam bewegt wird, lässt durchaus Hinterreifen-Laufleistungen von 80.000 Kilometern zu. Alles andere liegt zwischen diesen beiden Extremen.

Übrigens: Ein behutsamer Wenigfahrer mit den besagten 80.000 Kilometern gelaufenen Hinterreifen bekommt ein ganz anderes Problem, mit dem er sicher nicht gerechnet hat. Eventuell verweigert der Prüfer bei der Hauptuntersuchung die Plakette, auch wenn das Reifenprofil in Ordnung ist. Der Grund: Die Reifen sind einfach zu alt.

 


Auch interessant:

Die DOT Nummer und die Reifenalterung

DOT Nummer auf den Reifen verät das Herstellerdatum

Das Alter des Reifens erkennt man an der sog. DOT Nummer (Department of Transportation). Diese Nummer bzw der Code, gibt an an in welcher Woche und in welchem Jahr der Reifen hergestellt wurde.

Doch auch wenn man nun weiß wie alt der Reifen jetzt ist, verät uns dies nichts über den Zustand des Reifens. Eine vorzeitige Alterung des Gummis ist durchaus möglich, auch wenn der Reifen bspw. erst 6 oder 7 Jahre alt ist.

Reifenalterung