Geschrieben von suVCar

 

Vertragswerkstatt oder freie Werkstatt ► Kriterien für eine gute Werkstatt ✅ Sauberkeit✓ Transparenz✓ Rechnung✓ Online-Bewertung✓

Eine gute Autowerkstatt finden - 10 nützliche Tipps

So findest du eine gute Werkstatt

Foto von Gustavo Fring von Pexels

Der neue SUV ist im Einsatz und macht viel Freude – doch es kommt der Tag, an dem der Wagen eine Wartung oder Reparatur benötigt. Einfachere Arbeiten lassen sich mit dem richtigen Werkzeug gut selbst erledigen. Für den Reifenwechsel gibt es unter anderem spezielle Wagenheber für SUV.

Aber was, wenn es mal größere Reparaturen sind, die anstehen?

Welcher Werkstatt sollte man vertrauen: der Vertragswerkstatt des Herstellers oder einer freien Werkstatt? Wir schauen uns den Unterschied zwischen Vertragswerkstatt und freier Werkstatt an, und geben Tipps, wie man die Qualität einer Werkstatt erkennt.

 

Unterschied Vertragswerkstatt und freie Werkstatt

Die Wahl des richtigen Betriebs ist nicht nur eine Frage der Sympathie. Je nach Problem und Alter des Fahrzeugs kann eine Vertragswerkstatt der Automarke oder eine freie Werkstatt empfehlenswert sein.

 

Eine Vertragswerkstatt empfiehlt sich, wenn

  • das Auto nicht älter als zwei Jahre ist. Reparaturen bzw. Nachbesserungen im Rahmen der zweijährigen Sachmängelhaftung sind in der Vertragswerkstatt kostenlos.
  • die Reparatur unter die Herstellergarantie bei Neufahrzeugen fällt.
  • es sich bei der Reparatur um einen komplizierten Fehler handelt. Vertragswerkstätten arbeiten mit markenspezifischen Diagnosegeräten und spüren den Fehler häufig leichter auf.

 

Eine freie Werkstatt bietet sich an, wenn

  • der Reparaturauftrag nicht unter die Sachmangelhaftung oder die Garantieleistung fällt.
  • das Auto älter als vier Jahre ist.
  • es sich um Standardarbeiten oder Wartungsarbeiten handelt. Oft bieten diese Werkstätten günstigere Stundensätze und preiswertere Ersatzteile an als die Vertragswerkstatt.

 

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Natürlich verlangen Vertragswerkstätten höhere Stundensätze. Diese haben meist größere und besser ausgestattete Werkstätten, Verkaufsräume und Autohäuser, etc.. Das der Betrieb seine Betriebskosten verrechnen muss, sollte jedem klar sein. Doch wie groß ist der Unterschied zu den Kosten einer freien Werkstatt?

Einen genauen Arbeitswert oder auch Stunden-Verrechnungssatz zu ermitteln ist gar nicht so einfach, denn auch die Örtlichkeit bestimmt den Preis. Es gibt Unterschiede ob man auf den Land oder in Ballungsgebieten und Städen eine Werkstatt aufsucht. Mehr Infos zum Thema Kosten

Um jedoch einen ungefähren Wert anzugeben haben unsere Recherche folgendes ergeben:

  • Die Stunde bei einer Vertragswerkstatt kostet durchschnittlich zwischen 120 und 200 Euro
  • Für eine Stunde Arbteitszeit verlangt die freie Werkstatt zwischen 60 und 100 Euro

 

Unsere Tipps:

Daran erkennst du eine gute Werkstatt!

freie Werkstatt

Bild von kampfmonchichi | Pixabay

Du bist dir nicht sicher, ob die Werkstatt eine hochwertige Arbeit liefert und das richtige Preisniveau hat?

Diese Tipps zeigen, was man bei der Auswahl einer Werkstatt beachten sollte:

 

  • Sauberkeit

Der erste Eindruck zählt. Sieht die Werkstatt chaotisch aus, kann man davon ausgehen, dass nicht ordentlich gearbeitet wird. Ist alles sauber und gut sortiert, ist das ein Hinweis auf akkurate Arbeitsweise.

 

  • Transparenz

Eine gute Werkstatt informiert stets transparent über die Kosten einer Reparatur – und zwar bevor sie durchgeführt wird. Keine Arbeit wird ohne deine Zustimmung gemacht. Jeder Schritt wird schriftlich dokumentiert. Das ist wichtig für spätere Reklamationen.

 

  • Information

Wenn es zu Verzögerungen kommt, weil etwa ein Ersatzteil nicht rechtzeitig geliefert wurde, wird eine seriöse Werkstatt darüber Auskunft geben. Außerdem erklärt dir der Mechaniker genau, was an deinem Auto repariert werden musste und warum.

 

  • Serviceheft

Eine gute Werkstatt nimmt Ihre Pflichten ernst. Dazu gehört, dass das Serviceheft ordnungsgemäß ausgefüllt wird – sehr wichtig für den späteren Verkaufswert des Wagens. Über bevorstehende Hauptuntersuchungen, TÜV oder Inspektion wirst du von einer guten Werkstatt rechtzeitig informiert.

 

  • Schriftliches Angebot

Vor der Reparatur gibt eine seriöse Werkstatt ein schriftliches Angebot über notwendige Reparaturen ab. Tritt im Laufe der Reparaturarbeit noch ein Fehler zutage, wird die Werkstatt dich kontaktieren und weitere Vereinbarungen treffen - und diese Zusatzarbeit nicht einfach stillschweigend auf die Rechnung setzen.

 

  • Detaillierte Rechnung

Nach der Reparatur erhälst du eine detaillierte Rechnung, auf der alle Arbeiten einzeln mit Preisen aufgelistet sind.

 

  • Online-Bewertungen

Ein Kriterium für gute Arbeit können auch Online-Bewertungen, beispielsweise bei Google Maps, sein. Wenn die meisten Kunden mit der Arbeit der Werkstatt zufrieden waren, kann man von einer guten Qualität ausgehen.

 

  • Umgang mit Feedback

Jeder hat mal einen schlechten Tag, auch ein Mechaniker. Und ja – es gibt schwierige Kunden. Deshalb ist es ganz normal, dass die eine oder andere Kundenbewertung im Internet auch bei einer Top-Werkstatt negativ ausfällt. Wichtig jedoch ist, wie der Betrieb darauf reagiert. Nimmt sich die Werkstatt Zeit, darauf zu antworten? Wie reagiert sie auf das Feedback des Kunden? Dieser Umgang mit negativem Feedback sagt viel über die Professionalität der Werkstatt aus.

 

  • Qualitätsgeprüft

Eine gute Werkstatt lässt sich regelmäßig extern auf Qualität prüfen und zeigt dies auf seiner Internetseite oder vor Ort auf entsprechenden Plaketten.

 

  • Online-Werkstattportale

Werkstätten, die auf Online-Werkstattportal vertreten sind, müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, um dort vertreten zu sein. Dies kann also ein Indikator für eine hochwertige Arbeit des Betriebs sein.

 

Fazit

Ob Vertragswerkstatt oder freie Werkstatt: bei der Auswahl sollte man auf die Qualität und Professionalität der Arbeit und den Umgang mit Kunden achten. Mit den oben stehenden Tipps fällt es leichter, die richtige Werkstatt zu finden.