Neues sportliches SUV - Seat Ateca FR

SEAT Ateca FR Seitenansicht 

Innerhalb der großen Volkswagen-Familie gilt Audi traditionell als Edelmann und Skoda als ehrlicher Arbeiter. Der Marke Seat wird schon immer etwas mehr Dynamik zugeschrieben, die spanische Volkswagen-Tochter mag es gern sportlich. Besonders die Baureihen Fabia und Leon werden gern mit einem sportlichen Aushängeschild gekrönt.

Jetzt haben sich die Seat-Ingenieure das ohnehin schon dynamische Kompakt-SUV Ateca vorgeknöpft.
"Seat Ateca FR 2.0 TSI 4Drive" lautet die vollständige Bezeichnung für das neue Ateca-Flagschiff. Ein viel versprechender Name.

 

Zweiliter mit 190 PS - die Goldene Mitte

SEAT Ateca FR Heckperspektive m

Der Kleinwagen Ibiza liefert in seiner stärksten Version (die immerhin 25 Prozent aller Ibiza-Käufer ordern) 150 PS. Erstaunliche 50 Prozent der Leon-Käufer bestellen die sportliche FR-Ausführung, die in einer Brutalo-Version bis zu 300 PS stark ist.

Ganz so toll treibt es der neue Ateca FR nicht. Gesunde 190 PS entwickelt der Zweiliter-Benziner im Kompakt-SUV. Ein sehr angenehmer Kompromiss zwischen Vernunft und Dynamik. Die Leistung wird homogen, fast unauffällig an das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe weiter gegeben. Die Fahrleistungen sprechen für sich. 7,3 Sekunden auf Tempo 100 fühlen sich natürlich ganz anders an als die 10,5 Sekunden des Basis-Benziners. Und 212 km/h Spitze hören sich vollkommen anders an als die 183 km/h des Basis-Dreizylinders.

 

Straffes Fahrwerk

Ganz so komfortabel wie der auch nicht sonderlich weich gefederte Basis-Benziner fährt der stärkste Ateca natürlich nicht. Die harte Abstimmung und große 19 Zoll-Räder kosten Komfort. Auf der anderen Seite: Der FR neigt sich in Kurven kaum zur Seite, lässt vergessen, dass man in einem 1,63 Meter hohen SUV sitzt. Da kann von der Dynamik her kein aktueller Konkurrent mithalten. Wer vom FR in die gemütliche Basisversion mit 115 PS umsteigt, mag nicht glauben, dass es sich prinzipiell um das gleiche Fahrzeug handelt.

 

Tolle Ausstattung - erträgliche Kosten

Knapp 34.000 Euro möchte Seat für das FR-SUV sehen. Das sind 14.000 Euro mehr als für den 115 PS-Benziner. Was bekommen die Käufer dafür? Ganz nüchtern betrachtet: Außer dem doppelten Hubraum einen Zylinder, 75 PS und zwei angetriebene Räder mehr. Das ist aber noch nicht alles: Das Doppelkupplungsgetriebe, das einzeln 1.800 Euro kostet, ist serienmäßig an Bord. Ebenfalls ohne Aufpreis sind beim FR sinnvolle Extras wie Rückfahrkamera, Klimaautomatik und LED-Scheinwerfer. Auch gegen Aufpreis sind für den 115 PS-Benziner diese Extras im Wert von etwa 2.500 Euro nicht erhältlich. Erst für die 150 PS-Version mit entsprechender Ausstattung werden Ateca-Interessenten fündig. Dann sind sie aber auch schon um 28.000 Euro ärmer. Und es fehlen immer noch Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe. So gesehen ist der FR keineswegs eine Mogelpackung, sondern ein durchaus faires Angebot.

Noch deutlicher wird die ehrliche Preisgestaltung, wenn man einen Blick nach Wolfsburg zu Konzernmutter Volkswagen wirft. Ein deutlich sparsamer ausgestatteter Tiguan mit 180 PS ist zwar nur gut 1.000 Euro teurer als das spanische Sport-SUV. Gut ausgestattet und 220 PS stark enteilt der Wolfsburger jedoch hinter die 40.000 Euro-Grenze.

Was bei aller Rechnerei nicht vergessen werden darf: Der Ateca FR verursacht natürlich deutlich höhere laufende Kosten als der Basisbenziner. Schon allein der Kraftstoffverbrauch kann bei zügiger Fahrweise mit gut zehn Litern auf 100 Kilometer doppelt so hoch ausfallen.

 

 

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