SUV-Letter
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Fünfte Generation - der neue Toyota RAV4

Toyota RAV4 5. Gen Exterieur Heckperspektive

Der Toyota RAV4 ist ein Urgestein des SUV-Segments. Als die erste Serie des etwas anderen Geländewagens auf den Markt kam, gab es den Begriff "SUV" in diesem Sinne überhaupt noch nicht. An VW Tiguan und Co. war 1994 noch gar nicht zu denken. Der Toyota RAV4 wurde - wohl auch wegen nur wenigen echten Konkurrenten - ein überragender Erfolg.

Bis heute sind weltweit über neun Millionen Toyota RAV4 verkauft worden. Das meistverkaufte SUV der Welt ist Toyotas Mittelklasse-SUV trotzdem nicht Verkaufssieger ist der hierzulande - zu Unrecht - verschmähte Honda CR-V. Auf den trifft der neue Toyota RAV4 als direkten Konkurrenten. Und natürlich auf zahlreiche Wettbewerber aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan, Südkorea und aus den USA. Bei allen technischen Qualitäten wird es also nicht leicht werden für die fünfte Generation des Toyota RAV4. Die Zeiten, in denen sich die Zahl der - teils skurrilen - Konkurrenten an einer Hand ablesen ließ, sind lange vorbei.

 

Gleich groß - und doch anders

Toyota RAV4 5. Gen Interieur Cockpit

Das Auslaufmodell des Toyota RAV4, das seit 2013 produziert wurde, weist in etwa die gleichen Abmessungen auf wie der Nachfolger. Der bietet bei 4,60 Metern Außenlänge, 1,86 Metern Breite und 1,69 Metern Höhe reichlich Platz. Die Abmessungen sind als so gerade eben noch parkfreundlich zu bezeichnen. Ein VW Tiguan ist elf Zentimeter kürzer und bietet erheblich weniger Platz. Der RAV4 findet damit eine kluge Lücke zwischen "mittelgroß" und "groß". In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 580 Liter Normkofferraum und mit umgeklappten Rücksitzlehnen stattliche 1690 Liter. Das ist mehr als beim elf Zentimeter längeren BMW X3. Die Passagiere auf der Rückbank müssen keinesfalls unter dem üppigen Gepäckabteil leiden. Im Gegenteil, auch drei Erwachsene sind auf der Rückbank durchaus komfortabel untergebracht.
Vom Platzangebot übertrifft die fünfte Generation des Toyota RAV4 das Vorgängermodell, obwohl die Außenabmessungen nahezu identisch sind. Der Neue wirkt aber größer, was hauptsächlich an der bulligen Front liegt. Insgesamt ist der RAV4 eine imposante Erscheinung, verglichen mit dem bescheidenen Dreitürer von 1994 wirkt er fast doppelt so groß.

 

Natürlich Hybrid - was sonst?

Selbstverständlich bietet Toyota den neuen RAV4 als Hybridmodell an. Dieses System ist bei Toyota mittlerweile so ausgereift und im täglichen Fahrbetrieb so problemlos, dass schon beim Vorgängermodell kein Dieselmotor mehr angeboten wurde.

Der neue Toyota RAV4 kommt mit zwei verschiedenen Benzinmotoren, von denen der größere (knapp 2,5 Liter Hubraum) von zwei Elektromotoren (Vorder- und Hinterachse) unterstützt wird. Die Systemleistung beläuft sich auf 222 PS. Recht entschlossen beschleunigt der Hybrid in 8,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer, bei 180 km7h wird abgeregelt. Der Normverbrauch wird mit 4,6 Litern auf 100 Kilometer angegeben.

37.990 Euro verlangt Toyota für den Allrad-Hybriden. Viel Geld für ein allerdings perfektes und überlegenes Antriebssystem. Wie selbstverständlich der aufwendige Hybrid-Antrieb bei Toyota mittlerweile ist, zeigt sich daran, dass der neue Toyota RAV4 als reiner Benziner mit 34.490 Euro lediglich 3.500 Euro günstiger ist als der Hybrid. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, den hybridlosen RAV4 genauer in Augenschein zu nehmen. Er bietet nämlich durchaus Vorteile gegenüber dem abgasarmen Sympathieträger.

Der RAV4 als "Nicht-Hybrid" wird von einem zwei Liter großen, 175 PS starken Benziner angetrieben, und zwar ebenfalls auf alle vier Räder, ein semi-permanenter Allradantrieb. Den RAV4 als Fronttriebler gibt es nicht mehr. Im Gegensatz zum Hybriden verfügt der reine Benziner über ein gut zu schaltendes, manuelles Sechsganggetriebe. Er beschleunigt nicht ganz so entschlossen wie der Hybrid (10,7 Sekunden auf 100 km/h), ist dafür aber in der Endgeschwindigkeit (190 km/h) schneller. Noch ein Vorteil gegenüber dem mit großer Batterie und zwei zusätzlichen Elektromotoren belasteten Hybriden: Der darf nur maximal 370 Kilogramm zuladen, beim Benziner sind es immerhin 540 Kilogramm. Ein weiterer Pluspunkt für den Benziner ist die höhere Anhängelast von 2000 Kilogramm (Hybrid 1650 Kilogramm). Natürlich liegt der Verbrauch mit dem Normwert von 6,4 Litern auf 100 Kilometer höher. Trotzdem ist der RAV4 ohne Elektromotoren für Wenigfahrer durchaus eine Alternative.

 

Hoher Fahrkomfort - hohe Solidität

Toyota RAV4 5. Gen Exterieur Frontperspektive

Gegenüber dem Vorgängermodell hat der neue Toyota RAV4 noch einmal an Fahrkomfort zugelegt. Ein derartig angenehmer Federungskomfort ist selten geworden, muss zum Beispiel bei Premiummodellen häufig mit einer aufpreispflichtigen Luftfederung erkauft werden. Leise sind beide RAV4-Modelle, der Hybrid im Elektromodus fast geräuschlos.
Der neue Toyota RAV4 ist wie nicht anders zu erwarten sehr gut verarbeitet. Das ganze Fahrzeug strahlt eine unaufdringliche Solidität aus, so als wolle es auf keinen Fall "irgendwelchen Ärger machen". Was ein RAV4 erfahrungsgemäß auch nicht tut, siehe Pannenstatistiken und Langstreckentests.

Die Konkurrenz ist natürlich ebenfalls gut, der preisliche Unterschied zu deutschen Premium-Konkurrenz mittlerweile nicht mehr ganz so deutlich. Allerdings bieten Audi und Co. kein derart perfektes Hybridsystem an. Die innerjapanischen Wettbewerber sind ebenfalls stark, der neue Honda CR-V bietet zwei Hybridversionen, als Fronttriebler bereits ab 32.290 Euro. Der Honda bietet ebenso viel Platz wie der Toyota, federt ähnlich komfortabel. Schwere Zeiten für den neuen Toyota RAV4. (Fotos: © by Toyota)

Tags: Toyota, Toyota RAV4, SUV-Neuheiten

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