SUV-Letter
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Jetzt endlich mit Diesel - Mitsubishi Eclipse Cross

Mitsubishi Eclipse Cross
Foto: © by Mitsubishi

Dieselmotoren für PKW sind aktuell in Verruf gekommen. Zum Teil zu Recht. Die Abgasbetrügereien - speziell bei Volkswagen - haben den Ruf einer im Prinzip sinnvollen Motorentechnik schwer geschädigt. Immer mehr Hersteller, beispielsweise Honda mit dem CR-V, Toyota mit dem neuen RAV4 und Porsche mit den beiden Modellreihen Cayenne und Macan, verzichten vollständig auf einen Dieselmotor.

Jetzt geht Mitsubishi den umgekehrten Weg. Das etwas eigenwillige SUV mit dem ebenfalls eigenwilligen Namen Eclipse Cross gab es bislang ausschließlich mit Benzinmotor. Jetzt hat sich Mitsubishi entschlossen, den Eclipse Cross mit einem 2,2 Liter Vierzylinder-Selbstzünder mit 148 PS anzubieten.

 

Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D - ein mustergültiger Diesel

Dieselmotoren bauen können sie bei Mitsubishi. Und zwar schon seit langem. Kaum ein Hersteller hat so viel Erfahrung mit den robusten und verbrauchsgünstigen Selbstzündern. In Japan und vielen anderen Ländern ist Mitsubishi unangefochtener Marktführer bei LKW und Bussen. Die PKW-Sparte ist dagegen eher klein. Interessant: Hierzulande werden außer dem Kleinwagen Space Star ausschließlich SUV und Pick-Ups angeboten. Neben dem preisgünstigen ASX und dem praktischen Outlander ist der Mitsubishi Eclipse Cross die modernste Konstruktion. Und er hält als einziger des Trios die Diesel-Fahne hoch.

Als Antrieb dient ein 2267 Kubikzentimeter großer (also aufgerundet eigentlich ein 2,3 Liter) Vierzylinder. Der produziert 148 PS bei beruhigenden 3500 Umdrehungen pro Minute. Bei 2000 U/Min. liegen souveräne 380 Newtonmeter an. Schon diese Eckwerte versprechen ein entspanntes Fahren mit überlegenen Kraftreserven. Dazu kommt, dass der Selbstzünder bereits die Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllt. Das ist vorbildlich und sorgt zusammen mit der erstaunlichen Laufruhe dafür, dass dieser Motor uneingeschränkt empfohlen werden kann. Im Normverbrauch liegt der Diesel mit 6,9 Litern nur 0,2 Liter unter dem günstigsten Benziner. Allerdings verfügt der Diesel grundsätzlich über Automatikgetriebe und Allradantrieb. Und die passen perfekt zum Diesel.

 

Wandlerautomatik - eine Wohltat

Der Mitsubishi Eclipse Cross als Benziner verfügt ausschließlich über ein stufenloses Automatikgetriebe. Das ist besser als sein Ruf, wird aber wegen seiner Gewöhnungsbedürftigkeit oft verschmäht. Ein zappeliges Doppelkupplungsgetriebe bietet Mitsubishi nicht an. Und das ist gut so. Statt dessen findet nämlich im neuen SUV Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D ein klassisches Achtgang-Wandlerautomatikgetriebe Verwendung. Ein Drehmomentwandler ist der Königsweg der Automatikgetriebe - teuer, aufwendig und leider auch etwas ungünstiger im Verbrauch. Auch die Fahrleistungen reichen nicht ganz an die eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Doppelkupplungsautomatik heran. Dafür entschädigt der Wandler mit einer herrlich komfortablen, absolut problemlosen Bedienung. Zappeliges Einparken, ruckelnde Schaltvorgänge und hektische bis unkontrollierbare Ampelstarts wie bei vielen Doppelkupplern sind dem Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D vollkommen fremd. Sanft und unauffällig wechselt der Automat die Gänge, lässt sich höchst feinfühlig dosieren, macht exakt das, was der rechte Fuß auf dem Gaspedal vorgibt. Ein echter Komfortgewinn, eine wahre Wohltat. Genau so unauffällig gibt der Wandler die Kraft an den semi-permanenten Allradantrieb weiter.

 

Nicht der Praktischste

Der Mitsubishi Eclipse Cross basiert auf dem Mitsubishi Outlander. Wer auf der Rücksitzbank Platz nimmt oder Gepäck einlädt, mag das nicht glauben. Dabei besitzen die beiden Brüder mit 2,67 Metern den gleichen Radstand, allerdings hat der Outlander deutlich größere Überhänge, kommt dadurch auf 4,70 Meter Gesamtlänge gegenüber den 4,41 Metern des Eclipse. Das abfallende Heck des Eclipse schränkt die Kopffreiheit der hinten Sitzenden etwas ein, vorn ist der Eclipse Cross genau so großzügig geschnitten wie der Outlander, der im Motorraum viel Platz verschenkt, da es ihn in anderen Ländern auch als Sechszylinder gibt. Im Kofferraum ist der Unterschied am deutlichsten zu spüren. Maximal 1681 Liter fasst der Outlander, bescheidene 1159 Liter der Eclipse. Immerhin macht er den Platzmangel mit einer serienmäßig verschiebbaren Rückbank wett. Der Normkofferraum liegt mit 378 Litern in etwa auf dem Niveau eines Mini Countryman.

Abgesehen vom mangelnden Platzangebot hat der Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D durchaus auch praktische Seiten: Er zieht Anhänger bis zwei Tonnen Gewicht, und das tut er dank der perfekten Automatik und dem gut funktionierenden Allradantrieb recht lässig. Mit 10,6 Metern ist der Wendekreis durchaus annehmbar. Die Zuladung von nur 400 Kilogramm ist gegenüber dem stattlichen Eigengewicht von 1750 Kilogramm recht dürftig ausgefallen. Wegen der zweigeteilten Heckscheibe ist die Sicht nach hinten schlecht. Die serienmäßige Rückfahrkamera ist da nur ein schwacher Trost.

 

Ein rundes Angebot

Das neue SUV Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D ist für 31.590 Euro ein ehrliches Angebot ohne Wenn und Aber. Topp-Diesel, Achtgang-Wandlergetriebe, Allrad, Rückfahrkamera, Zweizonen-Klimaautomatik, Infotainment-System, großer Siebenzoll-Touchscreen, Sitzheizung und 18 Zoll-Leichtmetallfelgen - alles serienmäßig. Einzig die Metallic-Lackierung für bescheidene 590 Euro kommt noch hinzu. Ein ähnlich ausgestatteter VW T-Roc kommt auf mindestens 35.000 Euro und hat dann immer noch keinen Allradantrieb. Der eigentliche Gegner des neuen SUV Mitsubishi Eclipse Cross kommt jedoch aus eigenem Hause und heißt Outlander. Der ist praktischer, übersichtlicher, genau so wendig. Größtes Manko: Es gibt ihn zwar als Allradler, als Benziner und sogar als Plug-In Hybrid. Aber nicht als Diesel. Da hat der Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D die schick gestylte Nase vorn.