SUV-Letter
Tragen Sie sich in unserer Newsletter ein! Einmal im Monat erhalten Sie eine Mail mit den neuesten Infos über SUV, Geländewagen & Co.!

Facelift für das Erfolgs-SUV - Mercedes GLC

Mercedes GLC Facelift
Foto © by Mercedes Benz

Der Vorgänger des aktuellen, rundlich gestylten Mercedes GLC war der kantige GLK, der jegliche Eleganz vermissen ließ und in der Silhouette einem Skoda Yeti verblüffend ähnlich sah. Obwohl der GLK extrem solide und sehr praktisch war, passte das Schuhkarton-Design nicht zu einer Premiummarke.

Im September 2015 erschien dann der gefällig gestylte Mercedes GLC auf dem Markt. Der verfügte über angenehme Rundungen, basierte auf der Mercedes C-Klasse und wurde ein überragender Erfolg. Was kaum jemand für möglich gehalten hätte: Der GLC verdrängte sogar den Platzhirsch VW Tiguan vom ersten Platz der meistverkauften Allrad-SUV - und das bei Kaufpreisen, die erst dort beginnen, wo die des VW Tiguan bereits enden, nämlich bei rund 45.000 Euro. Da ist es nur logisch, dass die Stuttgarter Manager ihrem Erfolgs-SUV besonderes Augenmerk schenken und nichts dem Zufall überlassen. Nach dreieinhalb Jahren gönnten sie dem SUV Mercedes GLC ein umfangreiches Facelift.

 

Behutsame Designänderung - unverkennbar ein Mercedes GLC

Äußerlich ist das neue Mercedes-SUV fast das alte geblieben. Und das ist gut so, das elegante Design blieb erhalten. Insider erkennen das Facelift-SUV an serienmäßigen LED-Scheinwerfern und vertikal geteilten Rückleuchten. Vorn am Kühlergrill gibt es mehr Chrom, geänderte Tagfahrleuchten - das war´s dann auch schon beinahe.
Die Außenabmessungen sind praktisch identisch mit der Vor-Facelift-Version. Rund 4,65 Meter Länge, 1,90 Meter Breite und 1,63 Meter Höhe stellen einen klugen Kompromiss aus Parkplatztauglichkeit und Platzangebot dar. In Zahlen ausgedrückt: Ein Normkofferraumvolumen von 550 bis 1600 Litern löst die meisten Alltags-Transportaufgaben. Fünf Passagiere finden bequem Platz, deren vier sogar superbequem. Immer noch topp: Hohe Zuladung - deutlich über eine halbe Tonne. Auch die Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen spricht für den eleganten Praktiker.

 

Sinnvolle Evolution - Detailarbeit am neuen Mercedes GLC

Mercedes GLC Facelift
Foto © by Mercedes Benz

Die meisten Änderungen am neuen Mercedes-SUV finden unter dem Blech statt. Ein echter Fortschritt ist das 48 Volt-Bordnetz mit Starter-Generator, der von einem Riemen angetrieben wird. Das Ganze lässt sich als "Mini-Hybridsystem" verstehen. Rein elektrisch kann sich der neue Mercedes GLC nicht fortbewegen, das bleibt dem GLC-Elektroableger EQC vorbehalten. Immerhin kann der "normale" GLC von seinem 48 Volt-System auf zusätzliche Unterstützung beim Beschleunigen vertrauen. Außerdem wird beim Bremsen Energie zurückgewonnen (Rekuperation), darüber hinaus gibt es eine "Segelfunktion", das heißt, der GLC rollt mit abgeschaltetem Motor, angetrieben von der eigenen Masse. Diese Maßnahmen senken sowohl Abgaswerte als auch Verbrauchsangaben.

Ebenfalls neu: Einstellbare Stoßdämpfer fließen nach dem Facelift in die Serienausstattung ein.
Auffällig ist das nahezu komplette Assistenz-Angebot: Der neue Mercedes GLC ist für alle Gemeinheiten des Autofahrerdaseins gerüstet: Neben einem Rangierassistenten für den Anhängerbetrieb und einem automatischen Abstandstempomaten gibt es gar ein Hilfssystem, das beim Türöffnen vor sich von hinten nähernden Objekten warnt.

 

Bekannte Motoren - zunächst eingeschränktes Angebot

Seit dem 26. März 2019 lässt das neue SUV von Mercedes bestellen. Die Auslieferung findet jedoch nicht vor dem Monat Juli statt. Noch geduldiger müssen Sechszylinder-Fans sein. Der laufruhige Dreiliter-Benziner wird erst im Herbst erhältlich sein. Eine Achtzylinder AMG-Version mit rund 500 PS wird vermutlich noch etwas länger auf sich warten lassen. Die Dieselmotoren bekommen einen neuen Baureihen-Namen und werden jetzt OM ("Ölmotor") 654 genannt. Auszugehen ist davon, dass die Selbstzünder künftig ebenfalls wie die Benziner mindestens die Abgasnorm Euro 6d oder höher erfüllen, was vor dem Facelift nicht der Fall war.

Einer der beliebtesten Motoren im neuen Mercedes GLC wird erwartungsgemäß der Zweiliter Vierzylinder-Benziner sein. Er leistet jetzt 258 PS, 13 PS mehr als beim Vorgänger der alten Motorengeneration M 274. Die neuen Benziner heißen M 264. Der 300-er gibt seine Kraft an eine fast perfekte Neunstufenautomatik und an den bei Mercedes "4Matic" genannten Allradantrieb weiter. Der Zweiliter entwickelt 370 Newtonmeter bereits bei 1850 Umdrehungen pro Minute. Das ist nahezu Dieselniveau, und das bei guter Laufruhe. Ohnehin werden jetzt auch bei Mercedes die immer besser werdenden Benziner die in Verruf geratenen Diesel verdrängen. Für viele Alltagsaufgaben ist der Benziner mittlerweile die bessere Wahl, zumal die Verbrauchsunterschiede weiter schrumpfen. Jahrzehnte lang stand Mercedes mit guten Dieselmotoren und eher mittelmäßigen ruppigen Benzinern für den Dieselhersteller schlechthin. Aktuell sieht es so aus, als ob das Blatt sich wendet.

 

Ein echter Mercedes zum echten Mercedes-Preis

45.970 Euro lautete der Einstiegspreis in die GLC-Welt vor dem Facelift. "Preise auf dem Niveau des Vorgängers" ist nicht ganz korrekt, 2.000 bis 3.000 Euro mehr werden es schon werden, allerdings bei deutlich besserer Ausstattung, wobei sich der Aufpreis dann schon wieder relativiert.

Auch beim neuen Mercedes GLC trifft bekannte Mercedes-Qualität auf unverständliche, fast schon peinliche zweijährige Werksgarantie. Die Konkurrenz bietet bis zu fünf Jahre mehr. Ein Ärgernis, das SUV-Interessenten bei Hyundai, Kia, Subaru, ja sogar Range Rover und Jaguar schwach werden lässt. Doch die Garantiekönige sind auch nicht mehr wirklich preisgünstig. Ein mit dem GLC annähernd vergleichbarer Kia Sorento erkauft sich seine sieben Jahre Garantie mit mindestens 40.000 Euro. Ein deutlich kleinerer Range Rover in der 250 PS starken GLC-Klasse verschlingt ebenfalls an die 48.000 Euro.