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Test: Subaru Forester - Statt Lifestyle handfeste Qualitäten

Subaru Forester im GeländeDer japanische Auto-Hersteller Subaru hat in Deutschland mit einem Marktanteil von derzeit rund 0,3 Prozent zwar nur einen sehr geringen Einfluss auf die Gesamt-Zulassungsstatistik, aber durchaus erfolgreich seine Nische gefunden: Autofahrer, die allein schon wegen ihres Berufes mehr auf unbefestigtem Terrain als auf asphaltierten Straßen unterwegs sind schätzen die Qualitäten der allradgetriebenen, geländetauglichen Fahrzeuge. Allen voran den Forester, dessen vierte Generation in diesem Frühjahr bei uns auf den Markt kam. Wir fuhren die Motorisierung 2.0 D mit 108 kW/147 PS - der meist gefragten Variante im Angebot.
Mit dem neuen Forester will Subaru nicht nur seine Stammkundschaft wie Förster und Jäger zum Wiederkauf bewegen, sondern auch neue Kundenkreise erschließen. Wie zum Beispiel junge Familien und aktive Freizeitsportler, die dank des Allradantriebs sowohl die guten Geländeeigenschaften als auch das Plus an aktiver Sicherheit bei der Fahrt auf der Straße schätzen. Das setzte ein verändertes Blechkleid voraus.

Blechkleid im Freizeit-Look

Die Subaru-Designer folgten dabei nicht dem Trend zu mehr Rundungen, doch mit seiner recht flachen Motorhaube und tief angebrachtem Stoßfänger sowie klar konturierten Seitenlinien wirkt der "Waldarbeiter" zwar immer noch kraftvoll, aber dynamischer und gleichzeitig eleganter. Statt Offroad-Look pur vermittelt das Design trotz erhöhter Bodenfreiheit jetzt den Typ eines Freizeit-Fahrzeugs, mit dem man nicht nur im Gelände, sondern ebenso auf den Großstadt-Boulevards eine gute Figur macht.
Gegenüber dem Vorgänger ist der Forester um 3,5 Zentimeter auf eine Länge von 4.60 Meter gewachsen und mit 1,80 Meter auch in der Breite um zwei Zentimeter zugelegt, seine Kompaktheit aber nicht eingebüßt. Das erleichtert nicht nur die Fahrt auf engen Waldwegen, sondern auch in der Stadt, wo der Fahrer dank erhöhter Sitzposition und guter Rundumsicht sich ebenso wohl fühlt.

Viel Platz für Passagiere und Gepäck

Von dem etwas längeren Radstand profitiert der Innenraum. Selbst groß gewachsene Fond-Passagiere haben keine Probleme mit der Knie- und Kopffreiheit. Optisch wirkt das Interieur allerdings arg schlicht und das billig anmutende Hartplastik passt nicht zu einem Auto, das in seiner Top-Version immerhin 43.000 Euro kostet. Lifestyle sieht anders aus. Dafür gibt es bei der Funktionalität nichts auszusetzen. Die wichtigsten Anzeigen liegen gut im Blick des Fahrers, die Schalter und Knöpfe sind ergonomisch ohne Fehl und Tadel angeordnet und die Bedienung erfolgt weitestgehend intuitiv. Bei den gut gepolsterten Sitzen wünscht man sich allerdings mehr Seitenhalt. Pluspunkte gibt es wiederum für den Kofferraum, der um 55 auf 505 Liter vergrößert wurde. Bei mühelos umgelegter Rückbank erhöht sich das Volumen auf stattliche 1.007 Liter.
Für den Vortrieb bei unseren Testfahrten sorgte das überarbeitete 2,0 Diesel-Triebwerk mit 108 kW/147 PS mit Common Rail-System, das über ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter zwischen 1.600 und 2.400 Umdrehungen verfügt. Das garantiert zügiges Fortkommen bei einem moderaten Konsum von knapp sieben Liter auf 100 Kilometer. Dank eines überabeiteten Fahrwerks mit breiterer Spur lässt sich der Forester flott und sicher auch über kurvenreiche Landstraßen pilotieren. Die Wankbewegungen sind minimal und der Abrollkomfort gegenüber dem Vorgänger ist deutlich verbessert.
Dennoch bleibt unwegsames Terrain die Paradedisziplin, zumal man jetzt mittels X-Mode per Taste in der Mittelkonsole nicht nur die Bergan- und Bergabfahrhilfe aktivieren kann, sondern die Elektronik auch jeweils maximale Traktion garantiert. Und das interessiert natürlich auch diejenigen, die häufig einen Pferdeanhänger und dergleichen im Schlepp haben. Bleibt der relativ hohe Basispreis. Vergleicht man jedoch die Ausstattung zu den Wettbewerbern relativiert sich auch der. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)

Daten Subaru Forester 2.0 D Active
Länge x Breite x Höhe (Meter)  4,60 x 1,80 x 1,74
Motor: Vierzylinder Boxer-Dieselmotor
Hubraum: 1.998 ccm
Max. Leistung: 108 kW/147 PS
Max. Drehmoment: 350 Nm ab 1.600 U/min
Durchschnittsverbrauch: 5,7 Liter Diesel/100km
CO2-Emission: 150 g/km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 10,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Kofferraum: 505 - 1.564 Liter
Versicherung: HP: 20 / TK: 22 / VK: 26
Grundpreis: 31.200 Euro

(Foto:dpp-AutoReporter)


Tags: Subaru, Subaru Forester

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