SUV-Letter
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Feste Größe - neuer BMW X5

 neuer BMW X5 Frontperspektive

Seit dem November 2018 läuft die vierte Generation des BMW X5 von den Bändern. Fast unauffällig gelangte der neue X5 ins Portfolio der Bayern, stand im Schatten des riesigen, komplett neuen BMW X7. Zu Unrecht.

Die Zeiten, in denen der in den USA produzierte X5 die hierzulande doch recht verwöhnte Klientel enttäuschte, sind vorbei. Der neue BMW X5 ist von untadeliger Qualität und kann sich ohne Abstriche an seinen direkten deutschen Premium-Konkurrenten Audi Q7 und VW Touareg messen lassen.
BMWs jetzt zweitgrößtes SUV ist eine feste Größe, unter den teuren SUVs nicht das teuerste, nicht das größte, nicht das exotischste. Aber eben ein bekanntes Produkt aus gutem Hause, mit vielen Vorzügen und wenigen Mängeln.

 

BMW X5 - Platzhirsch aus Deutschland

neuer BMW X5 Heckperspektive

Unter den deutschen Premium-Herstellern der großen SUV-Klasse ist der BMW X5 ein Platzhirsch im doppelten Sinne des Wortes. Zum einen ist er noch vor dem opulenten Audi Q7 und dem bürgerlichen VW Touareg ein äußerst beliebtes Fahrzeug, leider auch bei Menschen, die mit Autos handeln, jedoch niemals mit ihren eigenen - sprich Autodieben. Der X5 ist eines der am häufigsten entwendeten Autos, die schmerzhafte Vollkaskoklasse von 28 spricht da eine sehr deutliche Sprache.
Auf der anderen Seite: Was oft gestohlen wird, muss doch gut und attraktiv sein. Beim Platzangebot gibt sich der BMW X5 keine Blöße. Auf 4,92 Metern Länge muss niemand leiden. Weder die Passagiere noch das Gepäck. Bis zu sieben Personen (dritte Sitzreihe ab 2.060 Euro) nimmt der bayrische Platzhirsch auf. 650 bis 1870 Liter Normkofferraumvolumen lassen kaum Wünsche offen. In der zweiten Reihe sitzen auch großgewachsene Fahrgäste ausgesprochen bequem. Ellenbogen- und Kopffreiheit sind luxuriös. Erkauft wird das allerdings mit einer Fahrzeugbreite von glatten zwei Metern, ohne Außenspiegel wohlgemerkt. Die linke Spur in Autobahnbaustellen ist tabu.
Die Fahrzeughöhe von 1,75 Metern wird nur von wenigen gleichartigen SUV übertroffen. Doch irgendwoher muss das Platzangebot schließlich kommen.

 

BMW X5 - Technik vom feinsten

BMW X5 4. Generation Interieur

Dass der neue BMW X5 ein Technologieträger und Musterbeispiel fortschrittlicher Fahrzeugtechnik ist, erscheint selbstverständlich. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf den "Neuen".
Wahlweise ein Benziner und zwei Diesel treiben das Bayern-SUV an. Alle drei sind Reihen-Sechszylinder und alle drei verfügen über rund drei Liter Hubraum. Ebenfalls eine feste Größe, und doch gibt es signifikante Unterschiede. Der Basisdiesel mit 265 PS für 69.200 Euro bietet den Einstieg in die X5-Welt. Für Benziner-Fans und Wenigfahrer - falls es die unter X5-Fahrern überhaupt gibt - ist der 340 PS starke Fremdzünder für 70.700 Euro das attraktivste Angebot. Seidenweich flüsternd, unter Last zornig drehfreudig, ein BMW-Motor alter Schule, der in den "niedrigeren" BMW-Klassen von den Fans schmerzlich vermisst wird.

Gegen die Laufkultur des Benziner-Reihensechsers kommt der teuerste BMW X5, der M50d (92.900 Euro), natürlich nicht annähernd heran, er ist eindeutig der Kraftsportler innerhalb der X5-Familie, generiert satte 400 PS und 760 Newtonmeter Drehmoment. Die Frage, wie sich die über 20.000 Euro Mehrpreis gegenüber den beiden "friedlicheren" Versionen erklären, lässt sich nur mit Verstand und Taschenrechner beantworten. Der eigentliche Nutzwert ist eher gering: Für 20.000 Euro Aufpreis gibt es kaum mehr als ein adaptives Fahrwerk, Lederpolster, komfortvermindernde 21-Zoll-Mischbereifung, einen Sport-Auspuff und eine ebenso fragwürdige "Sport-Optik". Keine Wahl der Vernunft, eher eine auf Krawall gebürstete Version eines ansonsten vollkommen seriösen Automobils.

 

Ausstattung auf hohem Niveau - mit Lücken

Ein serienmäßiger neuer BMW X5 kommt für mindestens 69.200 Euro recht großzügig ausgestattet in Käuferhand. Navigationssystem, Digitalinstrumente, Klimaautomatik, Rückfahrkamera - alles da.
Aber BMW wäre nicht BMW, wenn es auch beim X5 nicht reichlich Luft für in dieser Klasse eigentlich selbstverständliche Ausstattungsfeatures gäbe. Ein Digitalradio für vergleichsweise bescheidene 390 Euro muss extra bezahlt werden. Selbst getönte Fondscheiben für 450 Euro Aufpreis muten bei einem Auto, das beim Kaufpreis schnell in den sechsstelligen Bereich gerät, seltsam an.
Ein weiteres Ärgernis: Für alle BMW-Modelle gibt es keine Werksgarantie. Ein freiwilliges Versprechen des Herstellers auf Mängelfreiheit bleibt außen vor. Es existiert lediglich die gesetzliche Gewährleistung, die jedoch immerhin auf drei Jahre angehoben wurde.

 

Der neue BMW X5- - Konkurrenz belebt das Geschäft

Der neue BMW X5 ist ganz eindeutig ein Spitzenprodukt. Aber andere Premium-Hersteller haben ebenfalls Spitzenprodukte im Portfolio. Ärgste Konkurrenten des X5: die "Landsleute" Audi Q7 und VW Touareg. Der Ingolstädter bietet noch mehr Platz und Komfort als der Münchener, ist allerdings noch weniger parkhausfreundlich und ebenfalls nicht gerade günstig. Der VW Touareg ist das bürgerlichste SUV in diesem Nobel-Trio. Er ist wendiger, ebenfalls sehr komfortabel, günstiger und wird nicht so häufig gestohlen. Nüchtern betrachtet, ist der VW das sinnvollste Angebot, jedoch fehlt ihm die Emotionalität des BMW.

Die bieten exotische Konkurrenten dafür umso mehr: Mit dem Jeep Grand Cherokee fährt man günstiger als mit dem BMW X5, muss aber Abstriche bei Qualität, Technik und Leistung machen. Der Range Rover Sport bietet überragenden Komfort und extrem gute Geländeeigenschaften, lässt es bei den Fahrleistungen aber gemütlicher angehen als der neue BMW X5. (Fotos: © by BMW)

Tags: BMW X5, BMW

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