SUV-Letter
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Premium plus Vernunft - der neue VW Touareg

Neuer VW Touareg 2018

Volkswagen sind Autos fürs Volk. Das steckt hinter der Grundidee aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als das Volkswagenwerk in Niedersachsen - und zusammen mit ihm die Stadt Wolfsburg - aus dem Boden gestampft wurde. Einfach, zuverlässig, bezahlbar - erst nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Privatkäufer in den Genuss des neuen Konzepts. Von Herrn Porsche konstruiert, von den Nationalsozialisten als Kübelwagen in die Schlacht geschickt, konnte der Käfer ab den fünfziger Jahren endlich zeigen wofür er gedacht war: das Auto fürs Volk. Der Rest ist bekannte Automobilgeschichte.

Zwischen dem VW Käfer und dem VW Touareg liegen über 70 Jahre, fast 1.500 Kilogramm, etwa 230 PS und umgerechnet 60.000 Euro. VW Touareg - ein Auto fürs Volk sieht anders aus. Oder nicht? Auch wenn den VW Touareg vom Standard-Käfer - sagen wir mal: von 1961 - nicht nur Welten, sondern ganze Galaxien trennen, so bleibt auch der neue VW Touareg der Volkswagen-Grundidee, dem Auto fürs Volk, treu. Auch wenn es sich in seinem Fall um besonders betuchte Exemplare der Spezies "Volk" handeln sollte.

 

Brutalo-SUV ohne Neidfaktor

Neuer VW Touareg 2018 Frontperspektive m

Unter den Premium-SUV deutscher Hersteller - Audi Q7, BMW X5, Mercedes GLE, Porsche Cayenne und Bentley Bentayga (ja, auch der kommt aus dem Volkswagen-Konzern) nimmt der VW Touareg eine Sonderstellung ein. Er ist das Premium-SUV, das am wenigsten Kritiker und Neider provoziert. Er ist zwar groß, breit, martialisch und teuer - aber er ist doch ein Volkswagen! Ein SUV für das Volk! Wo Audi als protzig, BMW als Raser-Auto, Mercedes als Angeber-Karre, Porsche als "Der hat´s aber nötig!"-Produkt und Bentley als völlig abgehobenes Snob-Vehikel gilt, bleibt der VW Touareg traditionell auf dem Boden der nüchternen Tatsachen. Ein Volkswagen eben. Auch wenn der Wolfsburger Riese seinen Konkurrenten technisch sehr ähnlich ist. Er bleibt dennoch bescheiden. Selbst dann wenn technische Daten, Messwerte und Kaufpreise eine ganz andere Sprache sprechen.

 

Zurückhaltendes Design

Neuer VW Touareg 2018 Heckperspektive m

Optisch wirkt der neue Touareg wie ein etwas größer geratener VW Tiguan. Das passt zur augenscheinlichen Bescheidenheit. Augenscheinlich deshalb, weil die wirkliche Performance des neuen Wolfsburger Premium-SUV sich nicht gerade aufdrängt. Warum protzig aussehen, wenn bescheiden objektiv genauso sinnvoll ist? 7,7 Zentimeter Außenlänge hat der Neue dem alten, seit 2010 angebotenen Vorgänger voraus. Die ohnehin üppigen Platzverhältnisse profitieren auch von den zusätzlichen 4,4 Zentimetern Breite. Auch wenn der VW Touareg von weitem aussieht wie ein VW Tiguan, im Platzangebot ist der große Bruder unschlagbar. Das Normkofferraumvolumen wuchs auf erstaunliche 810 Liter. Da kann die noble Konkurrenz, auch wenn sie deutlich über fünf Meter Fahrzeuglänge aufweist, auch nicht annähernd mithalten. Der hochpreisige Mercedes GLE lässt es gar bei beschämenden 480 Litern Normkofferraumvolumen bewenden. Ein uneitler Praktiker war der VW Touareg schon immer. Der Neue macht im gleichen Sinne weiter - gut so.

 

Zunächst nur Diesel - Wagnis oder Vernunft?

Bis zur Ablösung durch den neuen wird der aktuelle VW Touareg ausschließlich mit Dieselmotoren angeboten. Die haben derzeit nicht den besten Ruf - speziell wenn sie aus dem Volkswagen-Konzern stammen. Die Sechszylinder mit 231 und 286 PS erfüllen jedoch die beruhigende Euro 6d-Norm, sind also zukunftssicher. Wenn nicht wieder irgendein überschlauer Ingenieur....

Das wäre schade um die laufruhigen, relativ sparsamen, kräftigen und souveränen Selbstzünder. Selbst ein Achtzylinder-Diesel mit 421 PS, der die strengste Abgasnorm erfüllt, lässt sich für das neue Wolfsburger SUV-Flaggschiff bestellen. Wer jetzt immer noch Diesel-misstrauisch ist, muss auf den 376 PS starken Plug-in-Hybriden mit Benzinmotor warten. in China gibt es den von Anfang an - eine nicht ganz plausible Marketing-Maßnahme.

 

Wenn schon, denn schon - Riesensprung nach vorn

Neuer VW Touareg 2018 Interieur

Was dem neuen VW Touareg von außen nicht anzusehen ist: Innen ist er nicht mehr der Alte, sondern ein hypermodernes, fortschrittliches Automobil, das vieles anders und manches besser macht. Volkswagen setzt bei seinem neuen Premium-SUV voll auf Digitaltechnik. Das Cockpit ist voll-digital mit einem 12 Zoll großen Bildschirm. In der Mittelkonsole findet sich - nicht aufdringlich, aber griffgünstig - ein 15 Zoll großer Touchscreen. Die Passagiere können nach Herzenslust im Internet surfen - ganz wie zu Hause. Und genau so fühlen sich die Insassen, wie in einem rollenden Wohnzimmer, sicher, komfortabel, ruhig und so ganz nebenbei ganz schön schnell.
Weiteres technisches Highlight. das selbstlernende Navigationssystem. Auch hier ist der äußerlich bescheidene Touareg Vorreiter.

 

Praktiker und Preise

Der VW Touareg kann - bei aller Bescheidenheit - alles. Verwöhnen, reisen, Anhänger ziehen, Gelände erkunden. Das können andere auch - aber zu welchem Preis? Exakte Verkaufspreise nennt Volkswagen noch nicht. Es hilft jedoch, sich an den Tarifen des Vorgängers zu orientieren und einen (hoffentlich bescheidenen) Aufschlag von fünf bis zehn Prozent einzukalkulieren.

Der bisherige Standard-Touareg, natürlich inklusive kompetenter Allradtechnik und hervorragendem Achtgang-Automatikgetriebe, lag bei 54.700 Euro Einstandspreis. Viel Geld für viel Auto. Der Audi Q7 kommt natürlich teurer, nämlich etwa 5.000 Euro. Der BMW X5 startet bei 60.500 Euro, dann allerdings mit einem nicht standesgemäßen Vierzylinder-Dieselmotor. Für den Bentley Bentayga, der die technische Basis des Touareg nutzt, aber nicht dessen Bescheidenheit, werden mindestens 174.335 Euro fällig. Ja, es gibt zwei Zylinder mehr als beim Wolfsburger und eine Picknickbank unter der Heckklappe, aber über 100.000 Euro mehr? Da wäre dann sogar noch ein Mercedes GLE drin, ab gut 58.000 Euro, dann aber unfairerweise als Vierzylinder und ohne Allradantrieb. Dieser Tarif entlockt jedem Porsche-Verkäufer nur ein müdes Lächeln. Und das Thema "Diesel" momentan auch. Der Einstieg in die Porsche Cayenne-Welt beginnt bei 74.828 Euro für den 340 PS starken Benziner. Alternative Range Rover? Durchaus eine beeindruckende Premium-Alternative, aber keine vernünftige. Der Sechszylinder-Diesel als Range Rover Sport kommt auf fast 70.000 Euro, der "große" Range auf 99.000 Euro.

Nach Zahlen, Sinn und Verstand bleibt der VW Touareg ungeschlagen. Die erheblich geringeren Unterhaltskosten kommen noch hinzu.
Das Gesamtpaket überzeugt also. Der Rest ist Geschmackssache. Es gibt eben Menschen, die würden sich niemals einen Volkswagen kaufen, sei er auch noch so gut oder teuer.
Und - Tatsache: Unter den aktuellen Premium-SUV ist der VW Touareg eindeutig das modernste und fortschrittlichste.
Aber das war schon immer so. Bei Neuentwicklungen lassen sich die Wolfsburger gern viel Zeit. Erst Käfer - dann Golf. Erst Touareg, dann Touareg neu. (Fotos: © by Volkswagen)

Tags: VW Touareg, VW

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