SUV-Letter
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Jaguar i-Pace 2018 - Ein Elektriker wird Weltenbummler

 Jaguar i Pace 2018

Die Überraschung ist gelungen. Ausgerechnet Jaguar hat den Einstieg ins Elektrogeschäft vollzogen und die Konkurrenz, allen voran Tesla, mit dem aktuellen i-Pace ins Staunen versetzt. Die elektrifizierte Katze schafft mit einer Akkuladung bis zu 480 Kilometer Reichweite und sprintet in nur 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Damit liegt der Hersteller voll im Trend, denn der SUV-Boom ist ebenso wenig aufzuhalten wie die alternativen Antriebe. Das Geheimnis sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Permanentmagnet-Sychronmotoren, die den Anschluss an das elektrische Allradsystem halten. Abgerundet wird das System von einer Aluminium-Architektur der Karosserie, getoppt von einer idealen Gewichtsverteilung zwischen den Achsen sowie der Jaguar typischen Dynamik.

 

Zunahme von Elektroautos um bis zu 120 Prozent

Die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes sind eindeutig. Insgesamt legten im Jahre 2017 die Importwagen um rund 39 Prozent zu, immer größer wird auch der Kaufanteil an Benzinmotoren. Die höchste Rate erzielten jedoch die Zulassungszahlen von Elektroautos, sie erreichten knapp 120 Prozent. Jaguar steuerte insgesamt rund 9.000 Fahrzeuge hinzu und dürfte die Zulassungszahlen des laufenden Jahres 2018 mit dem aktuellen i-Pace zu neuen Höhen führen.

 

Aerodynamik auf höchstem Niveau

Jaguar i Pace 2018 Heckperspektive

Mit dem i-Pace hat Jaguar eine neue Designsprache inszeniert und dafür das sogenannte Cab-Forward-Design erfunden. Es ermöglicht einen Radstand von 2,99 Meter, aus dem sich dank einer fehlenden Kardanwelle fast schon fürstliche Platzverhältnisse im Innern zaubern lassen. Insgesamt ist der Crossover-SUV 4,68 Meter lang. Die Gesamtbreite des SUV beträgt 2.011 Millimeter, die Höhe kommt auf 1.565 Millimeter.

Auffallend ist die kurz geratene Motorhaube, ein Umstand, der die Integration der weit nach vorne gerutschten Fahrgastzelle in die Fahrzeugkarosserie ermöglichte. Obwohl die Dachlinie nach hinten abfällt, stört sie die Insassen auf der Rückbank nicht und die Kopffreiheit (968 mm) lässt entspanntes Mitfahren zu. Als Wunschoption steht ein wärmeabsorbierendes Panoramadach zur Verfügung.
Die vorderen Flächen sind wie ein breites Band ausgelegt, der ovale Wabengrill wird oben von schmalen LED-Scheinwerfern in die Mitte genommen. Optional können Matrix-LED-Scheinwerfer geordert werden. Der untere Teil der Front ist geprägt von seitlichen Lufteinlässen, deren untere Abschlüsse von den Tagfahrlichtern in Szene gesetzt werden. Auf den Seiten fallen versenkbare Türgriffe ins Gewicht, eine wesentliche Unterstützung der Aerodynamik. Auch die Form der Radhäuser wurde hinsichtlich der schnellen Luftabführung konzipiert. Der Platz reicht für serienmäßige 22-Zoll-Felgen.

Unverwechselbar bleibt das SUV auch hinten. Der obere Dachspoiler lässt viel Licht durch die Heckscheibe ins Innere des Wagens fallen, die schmalen LED-Rücklichter setzen sich fort bis in die seitlichen Kotflügel, die Mitte wird vom großen Jaguar-Emblem samt Schriftzug geprägt. Die Heckklappe präsentiert sich weit nach unten gezogen und lässt Rückschlüsse auf die Größe des Kofferraums zu: 656 Liter bis maximal 1453 Liter mit nach unten geklappte Rücksitzlehnen. Der untere Teil der hinteren Karosserie wird von einem Unterfahrschutz gebildet.

 

Das Instrumentendisplay aus weichem Leder verströmt Behaglichkeit

Das gesamte Innere des Jaguar i-Pace ist auf Komfort und hohen Nutzwert getrimmt. Im Mittelpunkt stehen bequeme Sportsitze und das relativ niedrig angebrachte Instrumentendisplay. Nachhaltigkeit schreibt Jaguar groß, auf Wunsch lassen die Sitze mit einer Mischung Wollmischgewebe und Veloursleder beziehen, eine Entwicklung des dänischen Herstellers Kvadrat.

Jaguar i Pace 2018 Interieur

Die Instrumententafel ist ganz auf den Fahrer zugeschnitten und die nach vorne gewanderten Vordersitze ergeben eine Beinfreiheit von stolzen 1.040 mm. Die gesamte Atmosphäre wirkt luftig, Ablagen sind genügend vorhanden, darunter ein 10,5 Liter fassendes Fach in der Mittelkonsole.
Das "Touch Pro Duo Infotainmentsystem" ist eine Anleihe, die der Range Rover Velar beigesteuert hat. Auffallend gut ist die Bedienbarkeit der beiden getrennt voneinander angebrachten Touchscreens. Ihre Anzeigenfunktionen, sie lassen sich per App einstellen, geben die Situation der Elektromobilität des Fahrzeugs wider, anzeigen lässt sich beispielsweise das Niveau der Energierückgewinnung. Natürlich lässt sich der Innenraum des Jaguar i-Pace über das System auch künftig aufheizen oder abkühlen. Für gesunde und gereinigte Luft hält die Optionsliste noch eine Luftionisierung bereit.

Das Thema der Assistenzsysteme ist bereits durch die Serienausstattung gut gelöst. Es umfasst einen Notfall-Bremsassistenten, einen Geschwindigkeitsregler inklusive des Geschwindigkeitsbegrenzers, den Aufmerksamkeits- und einen Spurhalteassistenten. Außerdem erkannt werden die aktuellen Verkehrszeichen und mit der Rückfahrkamera an Bord lassen sich die Situationen auf dem Touchscreen verfolgen. Hilfe gibt es auch beim Ein- und Ausparken, Sensoren schützen das Fahrzeug rundum, Kollisionen beim Rückwärtsfahren werden vermieden und das Tote-Winkel-Warnsystem verhindert auch Unfälle beim Öffnen der Türen. Dieses System lässt sich optional jedoch um ein weiteres Fahrerassistenz-Paket erweitern.

 

Acht Jahre Garantie auf die Batterie

Insgesamt stehen dem Jaguar i-Pace 432 sogenannte Pouch-Zellen zur Verfügung. Sie halten die Balance zwischen Energiedichte und Wärmeabfuhr des Energiespeichers aufrecht. Laut Hersteller lassen sich die Lithium-Ionen-Akkus in weniger als 45 Minuten auf bis zu 80 Prozent ihrer Leistungen aufladen, vorausgesetzt, eine 100 kW-Schnellladung steht zur Verfügung. Wer nur rund 100 Kilometer weit fahren möchte, muss in die Schnellladung rund 15 Minuten investieren. Die notwendige Rekuperation kann dabei während der Fahrt eingestellt werden, für die kürzeste Fahrtstrecke hilft das Navigationssystem mit Daten der Typographie weiter. Insgesamt lassen sich mit dem SUV bis zu 480 Kilometer Reichweite (WLTP-Zyklus) realisieren, behauptet der Hersteller. Dafür hat er dem Fahrzeug eine 90-kWh-Batterie spendiert und insgesamt ist das SUV alles andere als schwach auf der Brust. An seiner Kraftausbeute von 294 kW bzw. 400 PS sowie einem Drehmoment von stolzen 696 Newtonmeter haben auch die Mitbewerber definitiv zu knabbern.

 

Intelligente Fahrwerksdynamik für dynamisches Handling

Zur sportlichen Performance des Jaguars tragen die vordere Doppelquerlenkerachse und die Integral-Hinterachse aus Aluminium bei. Gesteuert und kontrolliert werden die Räder von modernster Torque Vectoring-Technologie, die unter anderem ein Untersteuern verhindert. Hinzu kommt noch der Allradantrieb mit zwei Motoren, jeweils einer an der Vorder- und Hinterachse. Die daraus errechnete Traktion wird von Sensoren sichergestellt. Das Adaptive Surface-System erkennt zudem Veränderungen in der Fahrbahnoberfläche und stellt automatisch die Motor- und Bremssystemleistungen an. Ebenso lassen sich die Dämpfer konfigurieren. Optional lässt sich ergänzend noch eine elektrisch geregelte Luftfederung einbauen, die die Fahrzeugkarosserie in bestimmten Situationen um bis zu 10 Millimeter nach unten absenkt, um so den Luftwiderstand, die Reichweite und damit den Verbrauch (allgemein laut Jaguar: 21,2 kWh pro 100 km) zu optimieren. Dazu wäre über einen längeren Zeitraum hinweg allerdings eine Geschwindigkeit von mehr als 105 km/h erforderlich. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller übrigens mit 200 km/h an.

Der neue Stromer, eine First-Edition wird ebenfalls angeboten, wird zu einem Preis ab 77.850 Euro ab Sommer 2018 auf die Straßen rollen. Mitbewerber: Audi e-Tron, Mercedes EQC, Porsche Mission E. (mvautor)

Fotos: © by Jaguar

Tags: Jaguar, Jaguar I-Pace

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