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Eine feste Größe - der neue Mini Countryman

 Mini Countryman Frontperspektive

Als vor rund 60 Jahren der erste Mini auf dem Markt erschien, war er schlicht eine Sensation. Frontantrieb, quer eingebauter Frontmotor - das war unerhört. Der Klein- und Kleinstwagenmarkt wurde beherrscht von teils skurrilen, meist höchst spartanischen Hecktrieblern. Der Mini, zunächst vom längst untergegangenen britischen Hersteller Austin produziert, machte alles anders. So viel Platz auf gut drei Metern Länge! Eine so tolle Kurvenlage! Wassergekühlt! Über 30 PS!

Aber der Mini war nicht nur neuartig und später auch Rallye-Weltmeister, sondern ihm gebührt die Ehre, Begründer einer komplett neuen Fahrzeuggattung zu sein. Die frontangetriebenen Kleinwagen von heute - vom Audi A1 über Ford Fiesta, Opel Corsa und VW Polo - sind die direkten Urenkel des englischen Geniestreichs. Fast 20 Jahre dauerte es, bis beispielsweise ein Audi 50 in die großen Fußstapfen des kleinen Briten trat. Heute arbeitet nahezu jeder Kleinwagen - ob von Hyundai, Peugeot, Suzuki oder Mitsubishi - nach dem "Prinzip Mini".

Was das alles mit dem neuen Mini Countryman zu tun hat? "Nichts", sagen alle Fans des Ur-Mini. Natürlich haben sie Recht. Der Mini Countryman hat mit seinem legendären Urgroßvater nur noch den Namen gemeinsam.

Der Name "Mini" ist nicht mehr Programm, sondern Prestige. Und der Countryman auf jeden Fall ein Auto, bei dem es sich lohnt, genauer hinzusehen. Trotz oder gerade wegen seiner großen Geschichte.

 

Mini at it`s best

Wer praktisch und nüchtern denkt, dazu ehrlich zu sich selbst ist, kommt nicht umhin, den aktuellen Mini Countryman als das beste Modell im mittlerweile recht umfangreichen Portfolio des britisch-deutschen Herstellers zu sehen.

Mini Countryman Heckperspektive

Die noch recht frische zweite Generation des Mini Countryman taucht immer häufiger im Straßenbild auf. Dafür muss es Gründe geben, denn der grundsätzlich hohe Kaufpreis schreckt zunächst ab.
Für den "Landmann" sprechen in erster Linie: Platz, Komfort, Design, Image. In den ersten beiden Disziplinen kann da kein anderer Mini mithalten.

Der neue Mini Countryman ist mit 4,30 Metern Außenlänge satte 20 Zentimeter länger als sein Vorgänger. In der Praxis bedeutet das, dass er vier, ja sogar fünf Personen menschenwürdig bis komfortabel unterbringt. Die freuen sich darüber hinaus über einen bequemen Einstieg und eine angenehme Sitzposition. Lobenswert: Die hinteren Sitzplätze sind längs verschiebbar. Und das ohne Aufpreis - danke, Mini. Der Norm-Gepäckraum variiert zwischen 405 und 1390 Litern. Gut so. Die Zuladung beträgt bis zu 625 Kilogramm, das entspricht in etwa dem Leergewicht des Ur-Mini. Aber der neue Mini Countryman wäre kein richtiges englisches Auto, wenn er nicht etwas Besonderes bieten würde. Im Fall des Countryman ist das eine so genannte "Picnic-Bench", eine ausklappbare Sitzfläche entgegen der Fahrtrichtung, mit lässig baumelnden Beinen und geöffneter Heckklappe für das Naturerlebnis im Stillstand und schöne Momente zu zweit. Das hat Stil - Bentley und Range Rover lassen grüßen.

Bis zu 1700 Kilogramm schwere Anhänger darf der praktischste Mini aller Zeiten ziehen, also nicht nur Ponys, sondern auch ausgewachsene Reitpferde. Hilfreich dabei ist der optionale Allradantrieb. Man erkennt schnell - sie haben wirklich mitgedacht bei Mini.

 

Die Qual der Wahl

Zwölf verschiedene Versionen des neuen Mini Countryman offerieren die Briten unter BMW-Regie.
Minimum ist der 1,5 Liter Dreizylinder-Benziner mit überschaubaren 102 PS für exakt 24.000 Euro. Das ist viel Geld für relativ wenig Auto. Aber das ist ja bei allen Mini-Modellen so.

Mini Countryman interieur Cockpit

Absolute Vernunftentscheidung und uneingeschränkte Kaufempfehlung ist der gleiche Dreizylinder, aber mit 136 PS für 26.950 Euro. Er hört auf den Namen Cooper, was Image und Prestige noch einmal deutlich steigert. Der reicht für Alltag und Spaß gleichermaßen, läuft über 200 km/h Spitze und begnügt sich laut Normverbrauch mit 5,5 Litern Superkraftstoff auf 100 Kilometer.

Die drei braven Diesel passen nicht zum Mini Countryman. Obwohl sie objektiv keineswegs schlecht sind. 116, 150 oder 190 PS leisten die drehmomentstarken Selbstzünder. Der Aufpreis zu den von der Leistung her jeweils ähnlichen Benzinern liegt bei 4.000 bis 6.000 Euro. Die lassen sich auch in Extras investieren, und dazu muss man einen Mini-Fan nicht zwei Mal auffordern.

Die Allradpalette beginnt bei recht fairen 28.590 Euro, was nicht nur Bewohner abgelegener Almhütten erfreuen wird.
Dem Zweiliter-Vierzylinder mit 192 PS helfen die vier angetriebenen Räder ebenfalls weiter - dann aber für 32.500 Euro.
Absolute Krönung des gesamten Countryman-Programms ist jedoch der John Cooper Works. JCW 2.0 lautet die offizielle Bezeichnung. 231 PS macht der Über-Mini locker, genug für 234 km/h Spitze und eine Beschleunigung von "Null auf Hundert" in gerade einmal 6,5 Sekunden.
Auch der stärkste Diesel (190 PS) wird als Allradler angeboten. Für immerhin 36.500 Euro gewiss kein Sonderangebot. Allerdings ist die perfekte Achtgang-Wandlerautomatik, die einzeln 1.950 Euro kostet, bereits im Kaufpreis enthalten.

Als absoluter Exot steht der Cooper S E 1.5 etwas verloren da. Mit 36.500 Euro Kaufpreis exakt so teuer wie der Spitzendiesel, aber sehr viel ungewöhnlicher und faszinierender. Hier wird der Allradantrieb aus Verbrenner und Elektromotor kombiniert, beeindruckende Beschleunigung und zeitweise Lautlosigkeit inklusive. Effizienzklasse? Natürlich A plus, wo die anderen Landmänner die Effizienzklassen A bis D besetzen. Ein beeindruckendes Auto, auch wenn der Verbrenner nur ein Dreizylinder mit 136 PS ist. Nur: Rechnen wird sich das Ganze nie, trotz (utopischem) Normverbrauch von 2,1 Liter Super auf 100 Kilometer.

 

Mini Countryman oder "Sonstiges"?

Der teure Mini schlägt sich im Umfeld der Konkurrenz erstaunlich gut. Ausgerechnet im Vergleich mit dem großen Bruder, dem Technikspender BMW X1, steht der Brite ausgesprochen gut da. Vom Image oder vom Prestige her bietet der Bayer nichts Besseres. Technisch nehmen sich die beiden nichts, Motoren, Getriebe - alles gleich. Auch bei den Garantieleistungen herrscht Einigkeit: Es gibt keine. Keine Werksgarantie, sondern lediglich auf drei Jahre erweiterte gesetzliche Gewährleistung.

Das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet in beiden Fällen der 1,5 Liter-Dreizylinder. Der leistet im BMW vier uninteressante PS mehr, ist aber insgesamt fast 4.000 Euro teurer. Andere Differenzen zum 14 Zentimeter längeren BMW sind erstaunlich gering.
Audi? Ja, es gibt einen Dreizylinder Q2 mit 116 PS. Der ist sogar etwas günstiger als der Mini, hat ebenfalls Image und Prestige, ist aber eben kein Mini.

Und wer eine britische Alternative zum Mini Countryman sucht, wird erst beim Range Rover Evoque (ab 35.650 Euro) fündig.

Fotos: Mini

Tags: Mini, Mini Countryman

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