SUV-Letter
Tragen Sie sich in unserer Newsletter ein! Einmal im Monat erhalten Sie eine Mail mit den neuesten Infos über SUV, Geländewagen & Co.!

Tschüss Van - der neue Citroen C3 Aircross

 Citroen C3 Aircross 2017 Frontansicht m

Opel hat es mit dem neuen Crossland X vorgemacht. Der Van Meriva wurde ersatzlos gestrichen; der kleine Bruder des Mokka soll den Meriva ersetzen. Ein SUV soll einen Van ersetzen? Wie das? Wird der VW Touran bald durch einen neuen Tiguan ersetzt? Die Mercedes B-Klasse von einem neuen kompakten SUV?
Was auf den ersten Blick wie ein nicht ganz gelungener Marketingtrick aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als schlaue Lösung.
Warum? Kleine SUVs boomen, Vans verkaufen sich nach vielen erfolgreichen Jahren nicht mehr so gut. Was liegt da näher, als die Produktion von Van auf SUV umzustellen? Und ein Trick oder gar eine Täuschung des Verbrauchers ist es auch nicht. Die Interessenten kaufen, was sie mögen und bekommen genau das was sie wünschen. Nämlich einen bequemen Einstieg und eine hohe Sitzposition. Nicht mehr und nicht weniger. Senioren mögen das, brauchen aber nicht den Platz eines Vans. Fünfköpfige Familien müssen dann eben zu einem klassischen Kombi greifen oder zu einem größeren SUV. Die Rechnung scheint aufzugehen.
Was Opel recht ist, ist Citroen billig. Hier Crossland X, dort C3 Aircross. Beide sind technisch identisch, sind das erste gemeinsame Modell, nachdem Opel vom französischen Riesenkonzern PSA (Citroen, DS, Peugeot) geschluckt wurde. Warum gibt es dann überhaupt zwei gleiche Fahrzeuge aus einem Konzern?

 

Citroen C3 Aircross - nicht schön, aber frisch

 Citroen C3 Aircross 2017 Heckansicht

Vielleicht liegt es am Design. Der optisch recht nüchterne Crossland X wirkt deutlich seriöser als der verspielte Citroen. Der Franzose kommt optional mit eher willkürlichen - meist roten - Farbakzenten. Rot umrandete Lampengehäuse, rote Außenspiegelkappen und eine rote Dachreling - muss das sein? Im Innenraum setzt sich das skurrile Design fort. Die Lüftungsdüsen sind rot umrandet - wie Fehler bei einer Klassenarbeit. Unfassbare 85 Farbkombinationen sind möglich. Schön ist das alles nicht, wirkt aber frisch und vor allem anders. Ohne diesen Zierrat sieht der Citroen, abgesehen vom auffälligen Doppelwinkel an der Fahrzeugfront, vollkommen beliebig aus. Vielleicht ist das der Grund für die extravaganten Spielereien: Der C3 Aircross möchte auffallen, denn in der Klasse der kleinen SUV tummeln sich mittlerweile eine Menge alter und neuer Konkurrenten. Wenn der Citroen im November zum Verkaufsstart kommt, trifft er auf viele talentierte Mitbewerber. Und vom Gefühl her kommen täglich neue hinzu. Da muss der Franzose optisch schon etwas Besonderes bieten, denn technisch ist er eher brav gestrickt.

 

Harmlose Technik

Die Einstiegsversion des neuen Citroen verfügt lediglich über zahme 82 PS. Dafür wird der Dreizylinder-Benziner aber auch mit 15.290 Euro Kaufpreis recht fair gehandelt. Der 110 PS-Benziner (18.790 Euro) geht schon munterer zur Sache. Außerdem lässt er sich mit einer Sechsstufen-Automatik bestellen - die das Mini-SUV natürlich noch teurer macht.
Ein angenehmer und sauberer (lobenswert: SCR-Kat) Begleiter ist der 120 PS starke Diesel. Allerdings kommt der schon auf knapp 21.000 Euro. Alle Motoren sind in der PSA-Welt vielfach verbaut, sind angenehme, aber nicht eben überragende und schon gar nicht spektakuläre Trieblinge. Brav eben.

 

Ausreichend Platz

Mit 4,15 Metern Außenlänge hat der Aircross für seine Klasse ein Standardmaß. Er macht etwas daraus: Vorn gibt es reichlich Platz auf weichen Sitzen, im Fond kann es schon etwas enger werden. Der Trick mit der kurzen Oberschenkelauflage, um mehr Knieraum zu generieren, ist schnell durchschaut. Das Kofferraumvolumen 410 bis umgeklappt 1289 Litern ist jedoch höchst anständig. Zwei Personen werden wohl nie in Gepäcknöte kommen, für Familien wird das Ganze aber eher knapp.

 

Viel Komfort, viel Ausstattung, viel Konkurrenz

Citroen C3 Aircross 2017 Interieur 

In seinem Segment ist der neue Citroen C3 Aircross eines der am besten gefederten Fahrzeuge. Das ist echte Citroen-Tradition. Nach Jahren, in denen die Fahrzeuge mit dem Doppelwinkel immer härter wurden, gibt es hier endlich einmal wieder einen schmusigen Fahrkomfort. Eine Wohlfühloase für vorgeschädigte (Senioren-)Rücken. Die Kehrseite der Medaille: Es geht mit deutlicher Schräglage ums Eck.
Im Innenraum lassen sich etliche Komfortfeatures unterbringen. Wer auf die überflüssigen Farbakzente verzichtet, findet genügend andere Möglichkeiten, Geld auszugeben. Drei Ausstattungslinien gibt es, dazu ein Head Up-Display, ein D3-Navisystem, Induktionssystem für die Handyladung und andere zum Teil außergewöhnliche Details.
Der Mini-SUV-Kuchen wird zwar immer größer, die Zahl derer, die ein Stück davon haben wollen, allerdings auch. Kein leichter Start für den neuen Franzosen. Er tritt frisch auf, ist vom Wesen her allerdings insgesamt ein Durchschnittstyp. Und Durchschnittstypen gibt es in dieser Klasse reichlich.

Fotos: Citroen

Tags: Citroen, Citroen C3 Aircross

0
0
0
s2sdefault
Neuste Artikel
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz