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Neuer Trend? - Range Rover Evoque Cabrio

 Range Rover Evoque Cabrio

Erfolgreiche Autos haben es nicht leicht. Kaum sind die Verkaufszahlen in die Höhe geschnellt, sind schon die Verfolger am Start.
Beispiel Mini-SUV. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Hersteller neue Modelle auf den Markt werfen, nur um den neuen Trend nicht zu verpassen und sich ein großes Stück vom lukrativen Marktsegment abzuschneiden.

Beispiel Mittelklasse-SUV in Coupé-Form. Unsinnig, teuer, aber erfolgreich, siehe Mercedes GLC Coupé oder BMW X4.
Die Engländer, denen ja gern Schrulligkeit, Eigenwilligkeit und Humor nachgesagt werden, haben jetzt eine ganz besondere Idee gehabt: Man nehme ein gestandenes SUV mit hoher Geländetauglichkeit und beraube es aller praktischen Vorzüge wie großer Kofferraum, vier Türen, hohe Zuladung und angenehme Platzverhältnisse.
Heraus gekommen ist dabei der Range Rover Evoque Cabrio (ab 51.400 Euro), streng genommen ein Fahrzeug ohne Sinn und Verstand, aber schrullig, eigenwillig und mit viel Humor. Und höchst erfolgreich. Konkurrenz? Keine. Der Jeep Wrangler ist gänzlich anders gestrickt und außerdem viel billiger - in jeder Beziehung.

 

Wer soll den fahren?

Nach der Zielgruppe des Range Rover Evoque Cabrio zu fragen, erübrigt sich. Der schrullige Engländer verkauft sich blendend. Es können höchstens Vermutungen angestellt werden. Vielleicht ein Auto für vornehme Förster? Für Schweizer Chalet-Bewohner? Für Menschen, denen alles zu langweilig geworden ist? Es spielt keine Rolle, trotz seiner offensichtlichen Nutzlosigkeit verkauft sich das sonderbare Cabrio bestens. Erstaunlich, dass es noch keine Nachahmer gibt. Wann kommen der offene Porsche Macan, der aufgeschnittene BMW X3, der Mercedes GLC ohne Dach?

 

Vielleicht doch nicht so ganz unvernünftig?

Eigenwilligkeit, Schrulligkeit und Humor schließen einen Rest von Vernunft nicht aus. Das war bei englischen Autos immer so. Auch ein Jaguar E-Type fährt problemlos zum Bäcker, ein Morgan Plus 8 ins Wochenende, ein Rover 200 im Alltag.
Wer sich näher mit dem Range Rover Evoque Cabrio beschäftigt, wird irgendwann feststellen: So weit ist der Sonderling vom "normalen" Evoque doch nicht entfernt.
Zugegeben, es fehlen zwei Türen, aber wer allein oder zu zweit fährt, braucht die auch nicht.
Die Zuladung des Cabrios ist geringer, mit einer halben Tonne aber immer noch hoch genug - und außerdem ist ja sowieso nicht so viel Platz vorhanden. Das Kofferraumvolumen ist mit 251 Litern etwas mehr als halb so groß wie beim Viertürer - geschenkt.
Die Preise sind höher - im Durchschnitt um 12.000 Euro. Die Ausstattung des Cabrios ist besser, erklärt aber nicht den fünfstelligen Preisunterschied. Die Übersicht im geschlossenen Evoque Cabrio ist miserabel - der Aufpreis von 429 Euro für die Rückfahrkamera relativ fair.
Die Antriebstechnik ist gleich, mit dem Unterschied, dass es das Cabrio ausschließlich mit Allradantrieb gibt. Wenn schon, denn schon. Immerhin 1.500 Kilogramm darf der offene Evoque ziehen, gern auch im Gelände.

Dass ein Auto ohne Dach schwerer ist als eines mit, ist bekannt und technisch notwendig. Beim Evoque ist der Unterschied allerdings heftig. Satte 450 Kilogramm mehr wiegt das Cabrio - und ist natürlich entsprechend langsamer.
Doch das ist alles Theorie und relativ uninteressant.
Wer im Evoque Cabrio einmal offen in der Frühjahrsonne einen verschneiten Berghang in den Alpen emporgestürmt ist, der ist für immer infiziert.

Foto: Land Rover

Tags: Land Rover, Range Rover Evoque Cabriolet

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