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Er ist da - Range Rover Velar

 Range Rover Velar SUV Modell 2017 m

Das vierte Range Rover-Modell, der Velar, rollt - oder besser: gleitet - zu den Händlern. Neben dem kompakten Evoque, dem keineswegs sportlichen Sport, und dem riesigen Range Rover war da tatsächlich noch Platz für eine neue Baureihe.
Ganz nüchtern betrachtet: Wäre der neue Range Rover Velar niemals produziert worden, niemand hätte ihn wirklich vermisst. Auch die anderen drei Baureihen von Range Rover bieten alles, was das Luxus-Herz begehrt. Und da gibt es ja auch noch den Jaguar F-Pace....
Jetzt aber, da der Velar (endlich!) da ist, weckt er natürlich Begehrlichkeiten. Plötzlich wirkt der Evoque klein, der Sport behäbig und der Range unförmig. Der Range Rover Velar weckt das typische "Den will ich haben!"-Gefühl, auch bei denjenigen, die ihn sich tatsächlich leisten können.

 

Die Geschichte zum Auto

Um viele Autos ranken sich Geschichten. Beim Velar ist es eher ein Krimi. Als der Ur-Range Rover 1970 auf Erprobungsfahrten auf Englands Straßen, Sträßchen, Wiesen, Moore, Kiesgruben und sonst wo ging, hatten die Briten Angst vor der Konkurrenz, die es noch gar nicht gab. Rover stellte - abgesehen vom rustikalen Geländegänger Defender - höchst solide, bequeme und etwas langweilige Oberklasse-SUV her. Der Range Rover war etwas unerhört Neues - ein luxuriöser Geländewagen. Den hatte sonst niemand. Die Konkurrenz konnte nur Luxus oder Gelände - aber nicht beides gleichzeitig. Range Rover konnte es - und hatte Angst, vor der Produktion ertappt und imitiert zu werden. Folglich liefen die Erlkönige unerkannt unter der Bezeichnung "Velar" durchs Land. Tatsächlich blieb das damals neue Konzept unentdeckt. Velar - ein Auto nicht nur mit Geschichte, sondern mit einer ganz konkreten, wahren Story.

 

Mut zur Lücke

Der Range Rover Velar hat sich seine eigene Marktlücke geschaffen. Er ist deutlich schöner als alle anderen Range Rover-Baureihen, ohne diese im Gelände übertrumpfen zu können. Er ist nicht ganz so praktisch wie der Jaguar F-Pace, und nur etwas teurer. Welche Klientel kann er erreichen? Da ist Vieles denkbar: Aufsteiger vom kleinen Evoque, Range-Enthusiasten, denen der Sport-Range zu kantig ist, oder einfach nur Neugierige, für die mindestens 56.400 Euro für ein eigentlich überflüssiges Marketing-Konzept nicht zu viel sind.

 

Technik vom F-Pace - Gelände-Talente vom Range

Besagter Einstandspreis gilt für den 250 PS-Benziner ebenso wie für den 180 PS-Diesel. Alle Velar-Varianten sind grundsätzlich an ein aufmerksames und effizientes Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt. Im Gegensatz zum Jaguar F-Pace verfügen alle Velar-Versionen immer über Allradantrieb. Es ist schließlich ein Range! In Punkto Anhängelast muss sich der Neue den großen Brüdern geschlagen geben: "Nur" maximal 2,5 Tonnen statt 3,5 Tonnen. Dafür ist der Velar bei gleicher Motorisierung deutlich schneller. Und genügsamer. Der 380 PS starke Sechszylinder-Benziner gibt sich laut Normverbrauch mit 9,4 Litern auf 100 Kilometern zufrieden, die Achtzylinder im Full Size-Range kommen auf fast 13 Liter.
Noch genügsamer freilich ist der Jaguar F-Pace. Der 163 PS-Spardiesel gibt sich mit 4,8 Litern zufrieden. Aber muss ein Range Rover Velar wirklich sparsam sein?
Ein Blick in die Innenräume von Velar und F-Pace klärt alle Fragen. Der Velar kommt aus einer anderen Welt, Materialien und Verarbeitung sind konkurrenzlos.

 

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 (Foto: Land Rover)

Tags: Land Rover, Range Rover Velar

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