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Gar nicht mehr Mini - der neue Countryman

MINI Countryman 2017 in Fahrt Schon gegen den einfachen zweitürigen Mini wirkt der Ur-Mini aus dem Ende der Fünfziger Jahre wie ein Spielzeugauto. Der erste Countryman entfernte sich noch deutlich weiter von der Grundidee eines superkompakten Stadtwagens.

Jetzt, mit der ganz neuen zweiten Generation des Countryman, gibt es einen Mini, der mit 4,30 Metern Länge nur knapp unterhalb eines BMW X1 oder Mercedes GLA liegt. Der noble Brite erhebt ebenfalls Premium-Anspruch, den Audi Q2 übertrifft er in der Außenlänge deutlich. Rein vom Platzangebot her lässt sich der Mini gut mit Nissan Qashqai und Seat Ateca vergleichen; den beiden fehlt allerdings das Besondere des Briten. Dafür sind sie deutlich günstiger zu haben.

26.500 Euro verlangen die Engländer für das nicht gerade üppig ausgestattete Grundmodell des Countryman. Bei den meisten Kunden wird es bei diesem Betrag nicht bleiben. Mini-Käufer sind dafür bekannt, dass sie sehr eifrig beim Ankreuzen in der Zubehörliste sind. Da können die Extras schnell 50 Prozent des Grundpreises ausmachen. Mini-Mutter BMW hält es damit allerdings nicht anders. Ist ein Countryman tatsächlich 30.000, 35.000 oder gar 40.000 Euro wert? Gemessen am Technikspender BMW X1 wirkt der Countryman dann plötzlich überhaupt nicht mehr überteuert - auch wenn das Spitzenmodell, der allradgetriebene Cooper S, an der 50.000 Euro-Schwelle nagt. An praktischen Talenten fehlt es dem Neuen überhaupt nicht. MINI Countryman 2017 Interieur (Rechtslenker)Das war beim Ur-Mini von 1959 ebenso der Fall, nur in einer vollkommen anderen Liga. Der aktuelle Countryman bietet für seine Außenmaße ein souveränes Platzangebot. 450 bis 1390 Liter Kofferraumvolumen sind beachtlich. Die Fahrgäste sind anständig untergebracht; der Einstieg fällt vorn wie hinten äußerst bequem aus, und ist damit beispielsweise deutlich besser als im ungeschickt gestalteten Mercedes GLA.

Nun kauft kaum jemand einen Mini wegen seiner praktischen Talente. Aber es schadet auch nicht, wenn man sich beim Einsteigen nicht den Kopf stößt, die hinten Sitzenden am Reiseziel gut gelaunt aussteigen und das gesamte Urlaubsgepäck lässig im Kofferraum Platz findet. Wer es trotzdem lieber unpraktisch mag, kann immer noch zum Zweitürer, zum Cabrio und zum jetzt auslaufenden Paceman greifen. Für strikte Traditionalisten, für die Anhänger des Ur-Mini, gelten alle neuen Modelle ohnehin als "Verräterautos".

Kunden, die sich in die grundsympathische, leicht extravagante Erscheinung dieses doch recht besonderen Autos verliebt haben, wird das nicht stören.

Technisch ist dem neuen Countryman ohnehin kaum etwas vorzuwerfen. Alles was einen BMW schnell, sicher und nobel macht, steckt auch im neuen "Großraummini". Absolut verlockend ist natürlich das Spitzenmodell, der Cooper S mit Allradantrieb. 192 PS werden an die bekannte, praktisch perfekte Achtstufenautomatik weitergeleitet. Das Paket ist gut für 220 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 7,2 Sekunden auf 100 km/h. Das Ganze bei einem (theoretischen) Normverbrauch von 6,4 Litern. 36,50 Meter Bremsweg von 100 auf Null sind sehr beruhigend. Aber wegen Fahrwerk und Bremsen gab es bei Mini ohnehin kaum jemals Klagen. Das Gesamtpaket ist insgesamt stimmig. Im Vergleich zu den Anschaffungskosten ist der Unterhalt eines Mini geradezu günstig. Es gibt nur wenige Autos hierzulande, bei denen das Spitzenmodell doppelt so teuer wie das Grundmodell ist. Der Mini ist eben etwas Besonderes. (Foto: BMW Group)

Tags: Mini, Mini Countryman

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