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Modell-Verzeichnis

VW Tiguan 1. Generation - Dem Erfolg verpflichtet

VW Tiguan Mj 2007

Daten zum Fahrzeug:

  • VW - Deutscher Autohersteller
  • Interne Typenbezeichnung - 5N
  • Produktionsstandort - Wolfsburg, Deutschland
  • Segment - Kompaktklasse
  • Bauzeit - 2007-2016
  • Marktstart - 08/2007
  • Motoren: Diesel- & Benzinmotoren

 

 

Modellgeschichte

Wer die Erfolgsgeschichte der Volkswagen AG auf einen Nenner bringen möchte, der braucht nur drei Modellbezeichnungen zu nennen: Käfer - Golf - Tiguan. Tatsächlich ist der VW Tiguan in seinem Segment hierzulande das erfolgreichste Fahrzeug.

Dabei war das Kompakt-SUV von Volkswagen eigentlich ein Spätstarter. Die Wolfsburger hatten sich mit dem Einstieg ins SUV-Geschäft viel Zeit gelassen. Als Honda CRV, Subaru Forester und Toyota RAV4 schon viele Jahre, ja, Jahrzehnte vom Band liefen, hatten die Wolfsburger dem nichts entgegenzusetzen. Dahinter steckte ganz sicher eine gewisse Taktik: geduldig sein, den Markt studieren, die Konkurrenzprodukte genau beobachten, technisch Machbares ausloten und dann zuschlagen. Und natürlich alles besser machen. Die Rechnung ist für VW weitgehend aufgegangen.

Dabei hatte Volkswagen bereits vor dem Erscheinen des Tiguan Erfahrungen mit SUV. Der große VW Touareg war eher am Markt, aufgrund der Abmessungen und des hohen Preises war er aber für die Mehrheit der Vernunftkäufer (als die sich VW-Fahrer gern bezeichnen lassen) keine Alternative.

Etwas Kompaktes musste her. Volkswagen wollte den größer werdenden Markt für Kompakt-SUV keineswegs Japanern, Koreanern und Amerikanern überlassen. Ein kleiner Touareg mit Golf-Genen und vernünftigen Eckdaten - das war die Lösung.

Auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt wurde der Tiguan im September 2007 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vollkommen neue Form, die für Volkswagen ganz neue und ungewohnte Fahrzeugkategorie sorgte für vielerlei Reaktionen - von strikter Ablehnung über misstrauisches Stirnrunzeln bis zu grenzenloser Begeisterung.

 

VW "Tiguan" -  Kunstname aus Tiger und Leguan

VW Tiguan Mj 2007

Nach eher nüchternen Modellnamen - der Käfer war nie offizielle Bezeichnung, die lautete schlicht "Typ 1" - wie Golf und Passat gab es erstmals als Novum einen Kunstnamen: Tiguan, zusammengesetzt aus "Tiger" und "Leguan". Sollte wohl heißen: Stark wie ein Tiger, flink und wendig wie ein Leguan. Heute kennt den Namen jedes Kind, das Kunstwort ist schon lange in der deutschen Sprache angekommen.

Genau so wie der Tiguan selbst. Die Verkaufszahlen sprechen eine sehr deutliche Sprache. Von September bis Dezember 2007 trauten sich immerhin um die 2000 Käufer, den Neuling zu testen. Im Folgejahr waren es schon fast 40.000. Bereits 2009 wurde die 40.000-er-Marke überschritten. 2014 marschierte der Tiguan der ersten Generation auf die 60.000 zu.

Skurrilität am Rande: Da der Tiguan vom Kraftfahrt-Bundesamt als Geländewagen eingestuft wird, ist er ohnehin absoluter König in der Statistik dieses Segments. Die Erfolgsgeschichte geht weiter. 2017 war der Tiguan (jetzt der zweiten Generation) das am dritthäufigsten zugelassene Fahrzeug überhaupt (nach Golf und Passat). Ein Jahr später zog das Kompakt-SUV sogar am Passat vorbei. Vielleicht schafft es der Tiguan eines Tages sogar, den Zulassungskönig Golf vom Thron zu stoßen. Die Chancen stehen nicht schlecht.

 

Das Desin des VW Tiguan - Ein nüchterner Typ

Der Tiguan ist kein Schönling, wollte es nie sein. Das Design der ersten Generation orientiert sich an Sinn und Zweck eines Kompakt-SUV. Andere mögen hübscher sein, wie der Nobel-Bruder Audi Q3, der dafür weniger praktisch ist. Beim VW Tiguan hat der Spruch "Form follows function" gelebte Gültigkeit. Oder anders ausgedrückt: Praxis geht vor Schönheit.

VW Tiguan Mj 2007 Seitenansicht

Logisch zu Ende gedacht ist diese Idee jedoch leider nicht. Ganz offensichtlich einem halbwegs appetitlichen Designs geschuldet ist die nur mäßige Übersicht der Karosserie. Von der Motorhaube ist vom Fahrerplatz aus nichts zu sehen, die C-Säulen (das sind die hinter den Fondtüren) sind auffallend breit geraten. Die winzig kleinen Fenster, die ein - vielleicht etwas schuldbewusster - Designer dort hineingeschnitten hat, sind wenig hilfreich.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Gegen viele aktuelle Kompakt-SUV wirkt der Tiguan aus dem Jahr 2007 durchaus übersichtlich. Sein Karosseriedesign ist ein etwas halbherziger, wenn auch letztendlich gelungener Kompromiss zwischen Ästhetik und Praxisnutzen.

 

Die Ausstattungslinien des Tiguan SUVs

In Deutschland waren vier verschiedene Varianten der Ausstattung verfügbar:

  • Trend & Fun
  • Sport & Style
  • Track & Style
  • Exclusive

Zusätzlich gab es aber noch zahlreiche Sondermodelle wie etwa: Tiguan-Lounge, -Cityscape, -Freestyle, -Team, R-Line, Track & Avenue!

 

Typische VW-Ausstattungspolitik

Auch in Sachen Ausstattung ist der Tiguan ein typischer Volkswagen. Die Basis kommt recht dürftig daher; die meisten Käufer greifen zur "Sport & Style"-Ausstattung, die ein Mindestmaß an Komfortfeatures liefert. Ansonsten kostet nahezu alles Aufpreis. Selbst ein Notrad - wohlgemerkt im Jahr 2007, als viele Fahrzeuge noch ein vollwertiges Reserverad mit sich führten - musste extra bezahlt werden. Fast überflüssig zu erwähnen, dass auch eine - in diesen Preisregionen eigentlich selbstverständliche - Klimaautomatik gesondert auf der Rechnung steht. Immerhin gibt es zahlreiche Extras, die den Kaufpreis jedoch heftig in die Höhe treiben.

 

Die Serienausstattung des Tiguan SUVs

Das sind die wichtigsten Merkmale der Serienausstattung:

  • 2 Becherhalter vorn und 1 hinten
  • Ablagefächer in allen Türen (vorn mit Halterung für 1,5-l-Flaschen und Atlas)
  • Chromeinfassung verschiedener Elemente
  • Elektronisches Stabilisierungsprogramm mit Gegenlenkunterstützung inkl. Antiblockiersystem mit Bremsassistent, Antriebsschlupfregelung, Elektronische Differenzialsperre, Motorschleppmomentregelung und Gespannstabilisierung
  • Gepäckraumauskleidung mit Ablagefunktion rechts und links
  • Klimaanlage, individuelle Einstellung von Temperatur, Luftverteilung und Gebläsedrehzahl (ab Ausstattung " Trend & Fun")
  • Kombi-Instrument mit elektronischem Tachometer, Kilometer- und Tageskilometerzähler, Drehzahlmesser, Außentemperatur- und Bremsbelagverschleißanzeige (ab Ausstattung "Trend & Fun")
  • Komfortblinker (1 x Antippen = 3 x Blinken) (ab Ausstattung "Trend & Fun")
  • Leuchtweitenregulierung
  • Multifunktionsanzeige „Plus“ mit erweiterten Anzeigemöglichkeiten, z. B.: digitale Geschwindigkeitsanzeige, digitale Öltemperaturanzeige und
    Einstellungen für Sprache, Winterreifen, Licht und Sicht sowie Standheizung und -lüftung (ab Ausstattung "Trend & Fun")
  • Multifunktionsanzeige „Premium“ mit mehrfarbigem Display, Anzeigemöglichkeiten wie Multifunktionsanzeige „Plus“ (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, inkl. Chromeinfassung (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Rücksitzbank asymmetrisch teilbar, längs verschieb- und klappbar mit Lehnenneigungsverstellung und Mittelarmlehne (als Tisch nutzbar)
  • Rückstrahler in allen Türen
  • elektromechanische Servolenkung, geschwindigkeitsabhängig geregelt (ab Ausstattung "Trend & Fun")
  • Sportsitze vorn (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Vordersitze mit Höheneinstellung
  • Zentralverriegelung ohne Safe-Sicherung mit Funkfernbedienung und 2 Funkschlüsseln
  • u.v.m. (siehe Broschüren & Preislisten)

Die Serienausstattungen unterscheiden sich zum Teil und sind abhängig von der Wahl der angebotenen Ausstattungslinie.

 

Die Sonderausstattung des VW Tiguan

Zum Fahrzeug konnten verschiedene Sonderpakete und -ausstattungen dazugebucht werden.

Das sind die wichtigsten Merkmale der Sonderausstattung:

  • Airbag (Seitenairbags und Gurtstraffer hinten für die äußeren Rücksitze,  zusätzlich zum bereits serienmäßigen Kopfairbagsystem)
  • Ambientepaket (Ambientebeleuchtung; Make-up-Spiegel in den Sonnenblenden, beleuchtet; Innenleuchte vorn und hinten mit Abschaltverzögerung und Dimmfunktion, 2 Leseleuchten vorn mit Chromeinfassung und 2 hinten, Türinnenbetätigung vorn beleuchtet)
  • Anhängevorrichtung (schwenkbar)
  • Business-Paket (Ambientepaket, Gepäckraum-Wendematte, Netztrennwand, Radio „Composition Media“; u.v.m.)
  • Business Premium-Paket inkl. Navigation (Umfang wie „Business“-Paket, zusätzlich mit Geschwindigkeitsregelanlage, Mittelarmlehne, Müdigkeitserkennung, Navigationssystem „Discover Media“,
    Telefonschnittstelle in Verbindung mit Car-Net)
  • Professional-Paket inkl. Navigationssystem „Discover Media“ und Lederausstattung „Vienna“ (Dynamische Fernlichtregulierung „Dynamic Light Assist“, Kennzeichenbeleuchtung in LED-Technik, Navigationssystem „Discover Media“, Panorama-Ausstell-/Schiebedach mit Panoramadach hinten, Parklenkassistent „Park Assist“ inkl. ParkPilot,
    Rückfahrkamera „Rear View“, Sitzmittelbahnen und -wangen sowie Mittelarmlehnenoberflächen in Leder „Vienna“, Telefonschnittstelle in Verbindung mit Car-Net; Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenfahrlicht und LED-Tagfahrlicht)
  • R-Line „Exterieur" (4 Leichtmetallräder „Mallory“ 9 J x 19, Reifen 255/40 R 19, Radsicherungen mit erweitertem Diebstahlschutz, Einstiegsleisten vorn in Aluminium mit „R-Line“-Logo, Kühlergrill mit „R-Line“-Logo, R-Line Heckspoiler & Stoßfänger, Schweller in Wagenfarbe (matt) mit Leisten in Chrom, schwarze Radlaufverbreiterungen; Sportfahrwerk)
  • R-Line „Interieur“ (Dachhimmel in Titanschwarz; Einstiegsleisten vorn in Aluminium mit „R-Line“-Logo; Multifunktions-Lederlenkrad (3 Speichen) mit
    „R-Line“-Logo; Pedale in Edelstahl, „R-Line“-Logo in den Kopfstützen vorn; Sitzbezüge in Stoff, Dessin „Kyalami“, Sitzinnenwangen in Microfaser „San Remo“, mit Ziernähten in Art Grey; Sportsitze vorn)
  • u.v.m. (siehe Broschüren & Preislisten)

 

Der Innenraum des Tiguans - Wohlfühlambiente ohne Highlights

VW Tiguan Interieur Cockpit

Der Innenraum des VW Tiguan der ersten Generation vermittelt weniger die oft zitierte "Wohnzimmeratmosphäre" als eher das Feeling eines wohl organisierten Büros, in dem es sich auch an einem langen Arbeitstag gut aushalten lässt. Alles ist an seinem Platz; Schalter, Hebel, alles lässt sich traumwandlerisch sicher bedienen, die Bedienungsanleitung kann getrost im Handschuhfach bleiben. Selbst VW-Fremdlinge finden sich sofort zurecht, nichts gibt Rätsel auf, alles ist selbst erklärend und logisch. Toll: sehr übersichtliche Instrumente, sinnvolle familienfreundliche Ablagen vorn und hinten. Insgesamt vorbildlich.

Zwiespältiger sieht es bei der Verarbeitung und den Materialien im Innenraum aus. Natürlich gibt sich der Tiguan hier keine Blöße und nervt nicht mit scharfkantigen und übel riechenden Kunststoffen. Alles ist solide und sauber verarbeitet. Doch stünden einem Auto dieser Preisklasse (ein halbwegs gut ausgestatteter Tiguan der ersten Generation war kaum unter 30.000 Euro zu bekommen, aktuell reicht die Preisspanne locker bis über 50.000 Euro) doch etwas hochwertigere Materialien gut zu Gesicht.

Auf der Habenseite stehen dafür sehr gute Vordersitze und sehr ordentliche Beinfreiheit. Überhaupt wirkt der Tiguan der ersten Generation innen deutlich größer, als es das relativ bescheidene Äußere vermuten lässt. Ein Golf des Baujahrs 2007 wirkt dagegen eng. Klar, der Tiguan bezieht das Platzangebot hauptsächlich aus der Fahrzeughöhe, und er tut das auf praxisgerechte und unauffällige Art. Sowohl vorn als auch hinten gelingt der Einstieg absolut mühelos - übrigens einer der Hauptgründe, die Tiguan-Interessenten als Kaufgrund angeben; der Anteil Tiguan-fahrender Senioren ist auffallend hoch.

SUV VW Tiguan Ruecksitze Fond

Nicht nur auf den Vorder- und Rücksitzen erweist sich der Tiguan der ersten Generation als durchdachter Praktiker, auch als Gepäcktransporter bringt Volkswagens erstes Kompakt-SUV überzeugende Talente mit. Das Norm-Kofferraumvolumen ist zwar mit 380 Litern nicht gerade gewaltig, unter dem Kofferraumboden befindet sich allerdings ein zusätzliches Fach mit 60 Litern Inhalt. Ein variabler Kofferraumboden ("Gepäckmanagement-Paket") macht noch mehr Sinn, kostet aber natürlich - wie sollte es anders sein - Aufpreis. Positiv: die große Laderaum-Öffnung. Gut gegen Kopfschmerzen: die weit nach oben schwingende Heckklappe. Negativ: Die mit 78 Zentimetern recht hohe Ladekante. Hört sich harmlos an, nach drei Getränkekisten spürt man das aber.
Insgesamt: Der VW Tiguan ist ein Praktiker mit leichten Schwächen, mit der Betonung auf "Praktiker" und "leicht".

 

Antrieb - Konfektionsware aus Wolfsburg

Auch der Tiguan der ersten Generation ist ein echter Volkswagen. Das heißt, die Ingenieure konnten sich nach Herzenslust aus dem Konzernregal bedienen. Dort lagerte alles. Bekannte Benzin- und Dieselmotoren, Schaltgetriebe, Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb, Allradantrieb. Zugreifen und einbauen. Ganz so einfach war es jedoch nicht. Es lohnt ein genauer Blick auf die einzelnen Komponenten.

Vorausgeschickt: Alle Tiguan-Antriebe sind Vierzylindermotoren. Extravaganzen wie der Touareg mit Fünf-, Sechs-, Acht- und Zehnzylindermotoren leistet sich Wolfsburgs Vernunft-SUV nicht.

Beim Arbeitsprinzip indes konnte der Tiguan-Käufer wählerisch sein. Benzin- oder Dieselmotor?

Alle sieben angegebenen Antriebsvarianten haben ihre Vorteile - aber auch Nachteile.
Standardantrieb ist der 140 PS starke Zweiliter-Diesel, der auch in vielen anderen VW-Modellen zum Einsatz kommt. Ein ausgereiftes zuverlässiges Aggregat mit beruhigenden Eckwerten. 320 Newtonmeter Drehmoment, sechs Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer, Preise ab knapp 28.000 Euro. Fernab der Abgasbetrügereien des VW-Konzerns ein gutes Angebot.

Die 110 PS-Variante macht es billiger (26.050 Euro), aber nicht unbedingt besser; deutlich schlechtere Fahrleistungen bei gleichem Verbrauch.

Wer für den VW Tiguan der ersten Generation mindestens 32.700 Euro übrig hatte, griff zum 170 PS starken Diesel mit Allradantrieb. Für diejenigen, die häufiger einen Anhänger ziehen müssen, ganz klar die erste Wahl. Ein guter Tipp, nur eben ein teurer. Der Verbrauch steigt, ebenso Steuer und Versicherungskosten.

Trotz der guten Diesel lohnt sich ein Blick auf die Benziner.

Einstieg: 1,4 Liter mit 122 PS. Für Wenigfahrer der Tiguan schlechthin. Steuer, Versicherung - alles eine Nummer günstiger. Mit 185 km/h Spitze kein Verkehrshindernis, mit 639 Euro Gesamtkosten im Monat der Knauserkönig.

Etwas souveräner geht der gleiche Motor mit 160 PS zu Werke. Die Versicherung ist genau so günstig, die Fahrleistungen (Spitze 203 km/h) deutlich besser. Für Gebrauchtkäufer (und Käufer des Tiguan der ersten Generation sind jetzt immer Gebrauchtkäufer) die erste Wahl auf der Benzinerseite.

Wer es gern etwas kräftiger hat, auf den warten zwei Zweiliter-Benziner, 180 und 211 PS stark. Diese beiden Motorisierungen sind mit Allradantrieb ausgerüstet. Bei den Dieseln gibt es nur eine Allrad-Version, mit 170 PS, zum Preis von 32.700 Euro, womit diese Variante die teuerste Möglichkeit darstellt, einen Tiguan der ersten Generation zu fahren.

Alle Motoren entnehmen Sie bitte aus der Tabelle.

 

Automatik oder Schaltgetriebe

VW Tiguan 2007 waehrend der Fahrt

Volkswagen baut gute und haltbare Schaltgetriebe. Trotzdem wird immer wieder das Doppelkupplungsgetriebe empfohlen, eine - zumindest theoretisch - geniale Erfindung. Geringer Verbrauch, gute Fahrleistungen und blitzschnelle Gangwechsel klingen verführerisch. In der Praxis erweist sich der Doppelkuppler oft als ausgesprochen zickig. Speziell bei hohen Laufleistungen - und mit diesen muss ein Gebrauchtkäufer der Tiguan I-Generation naturgemäß rechnen - macht das Automatikgetriebe (eigentlich ist es ein elektronisch gesteuertes Schaltgetriebe mit zwei Kupplungen, von denen eine immer den passenden Gang bereithält) häufig Ärger. Die Automatik kuppelt schlecht dosierbar, sehr plötzlich, sehr spät und sehr ruckelig ein. In der Praxis bedeutet das, dass das Anfahren wie bei einem Fahranfänger aussieht. Noch schlimmer: Im Extremfall ist es unmöglich, in eine Parklücke zu zirkeln, da die unberechenbar einrückende Kupplung das Einparken zur Nervensache macht. Aber - wie erwähnt - die Handschaltgetriebe des Tiguan I sind über jeden Zweifel erhaben.

 

Die Sicherheit im VW Tiguan I

Der VW Tiguan der ersten Generation war zu seiner Zeit (2007 bis 2016) ein sehr sicheres Fahrzeug, und er ist es aktuell immer noch. Gebrauchtkäufer sind mit dem Stabilitätsprogramm ESP und dem serienmäßigen Bremsassistenten auf der sicheren Seite. Seinerzeit erreichte der Tiguan beim ADAC-Crashtest für den Insassenschutz 87 Prozent der maximal erreichbaren Punkte.

Eine kluge Kleinigkeit soll nicht unerwähnt werden: Der Motor startet nur dann, wenn das Kupplungspedal durchgedrückt wird, selbst dann, wenn der Leerlauf eingelegt ist. Ein sehr sinnvolles Sicherheitsfeature, quasi eine Erziehungsmaßnahme, die Schlimmes verhindert, falls doch einmal ein Gang eingelegt ist.

Aber der Tiguan der ersten Generation wäre kein echter Volkswagen, wenn sich die aktive und passive Sicherheit nicht durch zusätzliche, natürlich aufpreispflichtige Extras erhöhen ließe.

Die Liste ist lang: Optionale Xenonscheinwerfer mit Abbiegelicht und Kurvenfunktion muten schon fast luxuriös an. Auch der aktive Spurhalteassistent - mittlerweile bei zahlreichen Automodellen serienmäßig an Bord - kostete Aufpreis. Ebenso Seitenairbags und Gurtstraffer für die Rücksitze. Erfreulich für Gebrauchtkäufer: Die zusätzliche Sicherheitsausstattung hat der Erstbesitzer beim Neukauf bezahlt; die Zusatzkosten lassen sich kaum auf den Gebrauchtkäufer umlegen.

Die Kindersicherheit ist mit 79 Prozent ebenfalls im grünen Bereich. Auf dem hinteren Mittelplatz lässt sich kaum ein Kindersitz befestigen, da er sehr ungünstig geformt ist. Aber drei aktuelle Kindersitze lassen sich ohnehin nicht auf der Rückbank installieren, da die Innenbreite dies nicht zu lässt. Dieses Schicksal teilt der Tiguan mit sehr viel größeren und teureren Modellen. Immerhin lässt sich ein Kindersitz rückwärts gerichtet auf dem Beifahrersitz installieren, da der Beifahrerairbag serienmäßig abschaltbar ist.

Die Sicherheitsausstattung im Tiguan:

  • Airbags (Airbag für Fahrer und Beifahrer, mit Beifahrerairbag-Deaktivierung, Kopfairbagsystem für Front- und Fondpassagiere inkl. Seitenairbags vorn)
  • Seitenairbags und Gurtstraffer hinten (Sonderausstattung)
  • Automatische Fahrlichtschaltung mit Tagfahrlicht, „Leaving home“-Funktion und manueller „Coming home“-Funktion
  • Dreipunkt-Automatiksicherheitsgurte vorn mit Höheneinstellung und Gurtstraffer
  • Dreipunkt-Automatiksicherheitsgurte hinten
  • Elektronisches Stabilisierungsprogramm mit Gegenlenkunterstützung inkl. Antiblockiersystem mit Bremsassistent,
    Antriebsschlupfregelung, Elektronische Differenzialsperre, Motorschleppmomentregelung und Gespannstabilisierung
  • ISOFIX-Halteösen (Vorrichtung zur Befestigung von 2 Kindersitzen auf den Rücksitzen)
  • Müdigkeitserkennung (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Offroad-Fahrprogramm (bestehend aus Bergabfahrassistent, optimierter Motordrehzahlregelung beim Anfahren, ABSplus, präziserer Dosierbarkeit des Fahrpedals und Gangvorwahl bei Doppelkupplungsgetriebe DSG) (ab Ausstattung "Track & Style")
  • Regensensor (ab Ausstattung "Sport & Style")
  • Sicherheitsoptimierte Kopfstützen vorn
  • Warnblinkautomatik bei Vollbremsung
  • u.v.m. (siehe Broschüren & Preislisten)

 

EURO-NCAP-Crashtest


Der VW Tiguan der 1. Generation erhielt beim Euro NCAP Crashtest 2007 fünf  Sterne beim Insassenschutz.

Das Ergebnis im Einzelnen:

  • Insassenschutz - 34 Punkte (5 von 5 Sterne)
  • Kindersicherheit - 39 Punkte (4 von 5 Sterne)
  • Fußgängerschutz - 17 Punkte (2 von 4 Sterne)

Quelle:
https://www.euroncap.com/de/bewertungen-u-auszeichnungen/neueste-sicherheitsbewertungen/de/results/vw/tiguan/15747

 

VW Tiguan Modellpflege 2011

Der Erfolg gab und gibt dem VW Tiguan Recht. Daher fiel die Modellpflege der ersten Generation recht sparsam aus. Im Jahr 2011 - also nach vier Jahren - wurde der Tiguan überarbeitet, doch das geschah sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, still und leise, und im technischen Bereich aber auch im Design zu erkennen.

Die relativ rundliche, vertraute Form der Karosserie wurde bis zur Produktion der zweiten Generation des Tiguan im Jahr 2016 beibehalten.

Kleiner Tipp: Natürlich ist es grundsätzlich besser, innerhalb einer Modellreihe nach einem Fahrzeug, das die Modellpflege bereits hinter sich hat, Ausschau zu halten. Wer sich für einen VW Tiguan der ersten Generation interessiert, sollte sich also bei der Fahrzeugsuche auf ein Modell der Baujahre 2011 bis 2016 konzentrieren. Auch wenn die technischen Verbesserungen minimal sind, lohnt sich der jüngere Tiguan, auch wenn er beim Neukauf teurer war. Denn der Gebrauchtkäufer zahlt nur einen Teil des Preisaufschlags und freut sich an den gleichen positiven Eigenschaften seines Wunschautos. Im Fall des VW Tiguan, der als Neufahrzeug relativ teuer war und ist, kann der Gebrauchtkauf durchaus die klügere Entscheidung sein.

Das wurde überarbeitet:

Neben dem dezenten Facelift, gab es neue Assistenzsysteme und auch neue, effizientere Motoren. Während das Heck des Tiguan fast unverändert blieb und lediglich neue Leuchten bekam, erinnert die Front mit verbreitertem Kühlergrill und zwei doppelten Chrom-Querstangen nun sehr stark an den Golf VI. Zudem erhielt das VW-SUV neue Scheinwerfer und Tagfahrlicht.

Durch die Modernisierung des Aggregateprogramms verfügen die 2-Liter-Dieselmotoren über ein Leistungsplus. Der 103 kW-Motor wurde auf 110 kW gesteigert, der 130 kW starke Motor auf 135 kW; analog dazu wurde der CO2-Ausstoß um bis zu 17 g/km gesenkt. Darüber hinaus erfüllen alle Motoren die EU6-Abgasnorm. (Autor. Andreas Busch)

 

VW Tiguan: Unterschiede der Modellpflege 2011


Tiguan Front Modelljahr 2007-2010
Tiguan Front ab Modelljahr 2011
VW Tiguan Modelljahr 2007-2010 Front VW Tiguan ab Modelljahr 2011 Front
Tiguan Heck Modelljahr 2007-2010
Tiguan Heck ab Modelljahr 2011
VW Tiguan Modelljahr 2007-2010 Heck VW Tiguan ab Modelljahr 2011 Heck

Fotos © by VW AG

 

 

Motoren & Technische Daten: VW Tiguan


 

VW Tiguan Abmessungen

 Fahrzeug Abmessungen

Länge: 4.426 - 4.457 mm
Breite: 1.809 mm
Höhe: 1.645 - 1.703 mm
Radstand: 2.604 mm

>> Abmessungen aller SUVs

 

VW Tiguan Kofferraumvolumen

Kofferraumvolumen

Ladevolumen normal: 470 Liter
Ladevolumen bei umgeklappten Rücksitzen: 1.510 Liter

>> SUVs nach Kofferraumgröße

 

VW Tiguan - Gewicht & Anhängelast

Leergewicht: 1.501 kg - 1.695 kg

Anhaengelast

Zulässige Anhängelast (12%)
Ungebremst: 740 kg - 750 kg
Gebremst: 1.600 kg - 2.200 kg

>> Anhängelasten aller SUVs

 

Was kostet der VW Tiguan?

Der Einstiegspreis des VW Tiguan I lag bei der Markteinführung 2007 bei 26.700,- Euro. Dafür bekam man den 1.4-Liter-Ottomotor mit 150 PS Leistung, mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb in der Basisausstattung "Trend & Fun"!

Das kosteten die verschiedenen Typen & Modelle:

Auch interessant:

>> Alle SUVs ab 20.000,- Euro

 

VW Tiguan - Technische Daten, Kataloge & Preislisten

Volkswagen Tiguan - Preislisten, Daten & Broschueren

Hier finden Sie alle technischen Datenblätter, Preislisten, Kataloge & Broschüren vom VW Tiguan zum Downloaden

>> Technische Daten, Preislisten & Broschüren

 

VW Tiguan Bilder


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Warnung: Keine Bilder im angegeben Ordner vorhanden. Bitte Pfad kontrollieren!

Debug: angegebener Pfad - https://www.suv-cars.de/images/hersteller-modelle/VW/vw-tiguan/big

Fotos © by VW AG

VW Tiguan Video


VW Tiguan | Motorvision

VW Tiguan nach Facelift | Abenteuer Auto Classics

 

 Interessante Beiträge:

>> Alle Kompaktklasse SUVs
>> Kompaktklasse Vergleich aktueller SUVs

 

Weiterführende Webseiten zum VW Tiguan:

>> VW Tiguan I bei Wikipedia
>> VW Tiguan MJ 2008 ADAC Test
>> VW Tiguan Gebrauchtwagen-Check ADAC
>> Bekannte Probleme beim VW Tiguan
>> VW Tiguan Forum
>> Zubehör für den VW Tiguan

 

SUV-Ranking - das sind die Besten SUVs

suv rankings xxsSUVs nach verschiedene Kriterien sortiert. Die Bestenlisten im Überblick: Top der günstigsten SUVs; Top der sparsamsten Diesel & Top der sparsamsten Benziner-SUV; Topliste - SUVs nach Abmessungen / Größe; Topliste - SUVs nach Kofferraumgröße; Topliste Anhängelast - die besten Zugpferde; Wattiefe - Top SUV & Geländewagen;

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