Der SUV-Markt ist noch lange nicht ausgeschöpft. Der Ansicht sind auf jeden Fall Edelmarken wie Jaguar und Bentley. Beide planen den Einstieg in dieses Segment. Dabei wollen die Briten den Weg eigenständig gehen, ohne Anleihen beim Konzernpartner Land Rover aufzunehmen. Und Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer wittert Chancen, vor allem was die Exklusivität und den Preis anbelange, wie Porsches ehemaliger Entwicklungschef gegenüber dem Magazin „auto, motor und sport“ bekennt.
Jaguar plant ein SUV nach eigenem Stil. Obwohl es naheliegend wäre,
will man offenbar nicht auf Technik der Schwestermarke Land Rover zurückgreifen. Statt der schweren und zum Teil frontgetriebenen Technik der Land-Rover-Fahrzeuge möchte die britische Edelmarke unter indischem Tata-Dach viel lieber ihren traditionellen, sportlichen Heckantrieb und die deutlich leichtere Technik ihres neuen Einstiegsmodells XF zum Einsatz bringen. Das für das SUV notwendige Allradsystem werde bereits für die Limousinen aufgrund der starken Nachfrage auf dem US-Markt entwickelt, erfuhr „ams“.
Bentleys Pläne im Bereich der Luxus-SUVs bestätigte Wolfgang Dürheimer dem Magazin aktuell. Bentley wolle in den SUV-Markt einsteigen, „weil unsere größten Einzelmärkte Amerika, China und Europa sind und dort SUVs sehr gefragt sind“. Außerdem würden die Modellzyklen der beiden traditionellen Bentley-Baureihen Mulsanne und Continental praktisch aufeinanderliegen, sodass ein SUV das Geschäft zwischendurch beleben könne, heißt es. Damit positioniert der frühere Porsche-Chefentwickler Dürheimer seine Marke auch gegen Konkurrenten wie Land Rover und den Porsche Cayenne.
(Auto-Reporter.NET/arie/Foto:Land Rover)

