Wer ein SUV oder einen Geländewagen fährt und für den nächsten Winter entsprechende Reifen benötigt, sollte mit dem Reifenkauf nicht zu lange warten.
Im vergangenen Herbst wurden viele Fahrzeugbesitzer beim Reifenkauf böse Überrascht. Die überraschende Einführung der Winterreifenpflicht hatte zu einem regelrechten Ansturm der Autofahrer geführt – an vielen Orten waren die Winterreifen ganz schnell ausverkauft. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Reifenhersteller nur langsam nachlegen konnten, weil die Autohersteller bereits fleißig geordert hatten.
Wer der Meinung ist, dass sich derartige Verhältnisse in diesem Herbst nicht erneut einstellen werden, sollte vorsichtig sein. Reifenexperten halten eine ähnliche Entwicklung für möglich. Dies hat vor allem mit der hohen Nachfrage der Autohersteller zu tun. Gerade die deutschen Premiumhersteller können auf pralle Auftragsbücher blicken und decken sich daher fleißig mit Reifen ein. Viele Reifenhersteller produzieren fast ausschließlich für die Autohersteller, sodass es im konventionellen Reifenhandel durchaus zu Engpässen kommen könnte.
Besonders wenn man Winter- oder Ganzjahresreifen für SUV Fahrzeuge oder Geländewagen kaufen möchte, sollte man nicht zu lange warten. Obwohl die Anzahl entsprechender Fahrzeuge deutlich zugenommen hat, gelten die Reifen immer noch als Sonderreifen, die in vergleichsweise kleinen Stückmengen produziert werden. Sollten SUV Reifen im Handel vergriffen sein, müssen sich Fahrzeugbesitzer auf lange Lieferzeiten einstellen. Während konventionelle Pkw-Reifen meist innerhalb weniger Tage oder Wochen nachproduziert werden, kann dies bei SUV Reifen mehrere Monate dauern.
Steigende Rohstoffpreise machen Winterreifen noch teurer
Es gibt noch einen weiteren Grund, der letztlich dafür spricht, Winterreifen für SUVs und 4x4 Fahrzeuge am besten noch jetzt im Sommer zu kaufen. Hierbei handelt es sich um die Aussicht auf vergleichsweise niedrige Reifenpreise. Noch werden die meisten Reifen zu den Preisen der alten Reifensaison angeboten. Experten rechnen jedoch damit, dass die Reifenhändler kurz vor Herbstbeginn an der Preisschraube drehen.
Derartige Preiserhöhungen sind nicht ungewöhnlich, zumal sie nicht nur von den Reifenhändlern ausgehen. Die Reifenhersteller haben nämlich mit steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen. Zum einen sind die Preise für Reifenkautschuk kräftig in die Höhe geklettert, zum anderen gilt die Reifenherstellung als äußerst energieaufwendig. Die steigenden Preise im Energiesektor wirken sich somit zusätzlich auf die Reifenpreise aus. Folglich scheint es sinnvoll zu sein, sich besser jetzt mit Winterreifen für die kommende Saison einzudecken, als später mehr bezahlen und womöglich auch noch lange Lieferzeiten ertragen zu müssen.
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