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Der Ateca - Seats Einstieg in das SUV-Segment

Seat Ateca SUV 2016 PerspektiveSeat betritt mit dem Ateca absolutes Neuland. Die Tatsache, dass man noch nie zuvor einen SUV mit dem Emblem der Spanier auf der Straße gesehen hat, bedeutet jedoch nicht, dass ein vollkommen neues Auto unter der Hülle steckt.

Der Ateca basiert auf derselben Plattform des Mutterkonzerns Volkswagen, welche auch schon vielen anderen erfolgreichen Modellen zur Verfügung stand, darunter dem beliebten VW Golf und auch dem Audi A3. Folglich kann Seat beim Ateca auf einer erprobten und verlässlichen Grundlage aufbauen. Dies ist auch notwendig – der Hype um kompakte SUV Modelle scheint nicht enden zu wollen, und so muss sich der Ateca mit einer ganzen Reihe von Konkurrenten aus Europa und Übersee messen, darunter vor allem der hauseigene Rivalen VW Tiguan sowie der Nissan Qashqai.

Für den Spanier sprechen im Vergleich zu den Rivalen vornehmlich sein aufregendes Äußeres und ein noch aufregenderes Preisspektrum mit günstigen Einstiegsschwellen um 18.000 Euro. Zudem behauptet Seat, mit dem Ateca den Klassenprimus im Bereich Fahrgefühl und Handling auf den Markt zu werfen.

 

 

 

Raumgefühl – Einfacher Zugang und genug Platz für alles und jeden

Seat Ateca SUV 2016 Cockpit Im Innenraum bietet der Seat Ateca mehr als genug Platz für vier erwachsene Personen. Vorne fehlt es den Mitfahrern nicht an Freiheit für Beine, Kopf und Ellbogen, und auch im Fonds werden sich höchstens professionelle Basketballer etwas eingeengt fühlen. Der geräumige Eindruck setzt sich auch beim Blick in den Kofferraum fort, welcher mit einem flexiblen Ladeboden entweder eine ebene Ladefläche oder durch eine abgesenkte Bodenplatte ein höheres Volumen ermöglicht. Leider fehlt dem Ateca eine bei seinen Konkurrenten beliebte und oft standardmäßig enthaltene Eigenschaft - verschiebbare oder ebenerdig umklappbare Rücksitze.

Der Ateca bietet zudem wenig Ablageflächen oder Fächer für Kleinkram. Das Handschuhfach fällt eher klein aus, die Türfächer sind schmal bemessen und auch die Mittelkonsole ist etwas geizig beim Stauraum. Ab der SE Edition ist ein ausfahrbares Fach unter dem Fahrersitz optional erhältlich.

Es mag auf den ersten Blick befremdlich erscheinen, doch das Fahrgefühl im Seat Ateca verliert proportional zum steigenden Anschaffungspreis an Qualität. Je höher die Spezifikation des Modells, desto mehr tragen die größer dimensionierten Reifen zum abnehmenden Fahrkomfort bei. Natürlich macht es die Fahrt im Ateca nicht unerträglich. Auf ruckeligen Landstraßen oder beim Überfahren von Schlaglöchern und Spurrillen merkt man den Unterschied jedoch deutlich. Dieselmodelle leiden zudem unter einem Hauch zu viel Getöse vom Motor, welcher sich außerdem beim herausfordernden Fahren durch Vibrationen im Innenraum bemerkbar macht.

Trotzdem gilt: wenn die Wahl auf ein Modell mit kleineren Reifendimensionen und Benzinmotor fällt, zeigt sich der Ateca als ruhiges, stabiles, komfortables und leicht zu beherrschendes Fahrzeug.

Beim Thema Sitze ist Seat durchaus ein Erfolg gelungen. Sie bieten viel Halt und Unterstützung an den wichtigen Stellen, fühlen sich jedoch weich genug an, um beim Einsteigen die Insassen sanft willkommen zu heißen.

 

Das Armaturenbrett – Einfache Bedienung, einfache Optik

Wer jemals in einem Seat Leon gesessen hat, wird sich im Cockpit des Ateca gleich daheim fühlen. Das Armaturenbrett vereint ansprechendes Design und angenehm verarbeitete Oberflächen. Diese fühlen sich vielleicht nicht ganz so hochwertig an wie im BMW X1 oder im VW Tiguan, dafür ist das Armaturenbrett im Ateca übersichtlicher arrangiert und haptisch ansprechender als die Modelle der Konkurrenten Renault, Honda oder Mazda.

Den Fahrer erwartet eine klare, auf das Wesentliche reduzierte Optik – alle Knöpfe und Bedienelemente sind so schlicht als möglich gehalten und wirken sportlich elegant. Das Touchscreensystem ist grundsätzlich einfach in der Bedienung, wenngleich einige Funktionen in den Tiefen der Menüstruktur vergraben sind.

 

Fahrgefühl – Einfacher geht’s nicht mehr

Seat Ateca SUV 2016 HeckansichtUnabhängig davon, für welche Modellvariante des Ateca man sich entscheidet – in jedem Fall erhält man ein Fahrzeug, welches sich sehr leicht fahren lässt. Modelle mit manueller Schaltung verfügen über eine leichtgängige Kupplung, welche dem Fahrer ein präzises Feedback für ein überragendes Fahrgefühl liefert. Automatikversionen können dagegen besonders beim Anfahren leicht schwammig wirken, während der Fahrt offenbaren sie jedoch keinerlei Auffälligkeiten und arbeiten sanft und geschmeidig.

Das Sichtfeld im Ateca ist ausgezeichnet und lässt keine schwerwiegenden blinden Flecke zu. Die Frontpartie des Seat SUV lässt sich dank der Rillen in der Motorhaube gut einschätzen – ein gelungener Designkniff, da Frontsensoren nur als optionale Extras für ausgewählte Modellversionen erhältlich sind, während Hecksensoren ab der SE Version serienmäßig verbaut werden.

 

Fahrspaß – Ein echter Heuler

Man würde von einem SUV nicht erwarten, viel Spaß zu machen, doch der Ateca straft diese Erwartungshaltung Lügen. Wenn man den Ateca auf einer kurvenreichen Straße ans Limit bringt, quittiert er dies nicht mit dem Verlangen nach einer Siesta, sondern der Forderung nach mehr. Er schneidet die Kurven scharf und präzise an und liefert dem Fahrer dabei immer ausreichend Feedback durch die Lenkung und das Chassis.

Bei den Benzinversionen verfügt der kleinere 1,0 Liter Motor sogar über einen betörenden Klang – zumindest solange er im roten Bereich dreht. Vielleicht gibt der Mazda CX-3 mit der etwas schärferen Lenkung und noch mehr Rückmeldung durch das Chassis einen leicht besseren Eindruck im Bereich Fahrspaß ab. Der Ateca folgt jedoch haarscharf auf dem zweiten Platz.

 

Verbrauch – Beeindruckend sparsam

Jede Motorvariante in der Modellreihe des Ateca liefert erstaunlich sparsame Daten zur Verbrauchsökonomie. Die Benziner bewegen sich dabei im klasseninternen Vergleich im absoluten Spitzenfeld, und auch die Dieselmotoren müssen sich nur dem Nissan Qashqai sowie dem Renault Kadjar unterordnen. Beachtlich sind hierbei auch die besseren Verbrauchswerte im Vergleich zum Schwestermodell VW Tiguan. In der Gesamtbewertung erweist sich der Seat SUV als einer der effizientesten SUV überhaupt.

 

Kosten – Geringer Einstieg, moderate Zuschläge für Extras

Die Preisgestaltung für den Ateca ist überzeugend. Einstiegsmodelle unterbieten sogar etablierte Low Budget Rivalen wie den Kia Sportage; die Differenz zu namhafteren Konkurrenten wie dem Nissan Qashqai oder gar dem VW Tiguan ist umso beachtlicher. Seat punktet beim Ateca vor allem damit, dass selbst Basismodelle in allen Bereichen zu überzeugen wissen, und der Ateca sich preislich auch mit zunehmenden Ausstattungsoptionen immer mit seiner namhaften Konkurrenz messen kann.

 

Sicherheit – Auch hier liegen die Spanier ganz weit vorne

Beim EURONCAP Test im Jahr 2016 erreichte der Seat SUV die Höchstwertung von fünf Sternen und konnte somit die Vorgaben mehr als erfüllen. Vor allem im Bereich des Schutzes von Fußgängern und Kindern schnitt der Ateca hervorragend ab.

Dazu trägt auch das serienmäßige autonome Notfallbremssystem bei, welches eine bevorstehende Kollision erkennt und automatisch den Bremsvorgang einleitet. Dadurch kann eine Verringerung des Unfallrisikos um bis zu 40 % erreicht werden. Da viele Konkurrenzmodelle diese extrem hilfreiche Funktion entweder gar nicht oder nur als teure Zusatzausstattung anbieten, landet der Ateca im Bereich Sicherheit im Spitzenfeld seiner Fahrzeugklasse.

 

Standardausrüstung – Spartanischer Spanier

Die Modellreihe des Ateca startet mit dem S Modell, in welchem serienmäßig eine Klimaanlage verbaut ist. Ferner verfügt der Ateca S über Alufelgen, Bluetooth Konnektivität, LED Scheinwerfer sowie ein Leder Lenkrad.

In der nächst höheren Version, dem Ateca SE, sind standardmäßig Parksensoren für das Heck sowie ein Tempomat enthalten. Zudem gibt es eine Zwei Zonen Klimaanlage, einen großen Farbtouchscreen sowie größere Alufelgen.

Satellitennavigation, einen digitalen Radiotuner und LED Frontscheinwerfer sind erst ab der SE Technology Variante enthalten. Dafür muss man jedoch auch den eingeschränkten Fahrkomfort aufgrund der großen 18 Zoll Alufelgen in Kauf nehmen. Eher lohnt sich der Kauf der SE Version, welche man anschließend noch mit weiteren Extras ausrüstet.

Wenn dem Budget keine Grenzen gesetzt sind, ist die Xcellence Version die richtige Wahl. Der Innenraum wird mit einem ausgeklügelten Ambient Lighting System erleuchtet und in der Frontkonsole ist eine induktive Ladestation für Smartphones enthalten. Außerdem verfügt der Xcellence über automatische Frontscheinwerfer und Scheibenwischer sowie eine Rückfahrkamera.

 

Fazit

Mit seinem tollen Äußeren und dem erlesenen Fahrgefühl spricht der Seat Ateca das Herz an. Auch dem Kopf fällt es jedoch nicht schwer, dem Charme des smarten Spaniers zu erliegen. Mit einem überzeugenden Preis, hervorragenden Sicherheitseigenschaften und beeindruckenden Verbrauchswerten appelliert er ebenso an den Verstand. Im Vergleich zur Konkurrenz offenbart der erste Seat SUV lediglich aufgrund einer kürzeren Garantiezeit und der eingeschränkten Standardausstattung kleine Mängel. Doch wer sich für den Seat Ateca entscheidet, wird daran aufgrund des ausgeprägten Spaßfaktors ohnehin keine Gedanken mehr verschwenden.

 

 

 

 

 

Bilder und Videos vom Seat Ateca


Bilder: Seat Ateca

  • Seat-Ateca-SUV-2016-Cockpit
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Front-Perspektive
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Frontansicht-Perspektive

  • Seat-Ateca-SUV-2016-Heckansicht
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Innenraum
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Mittelkonsole

  • Seat-Ateca-SUV-2016-Schaltknauf
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Seite
  • Seat-Ateca-SUV-2016-Seitenansicht

  • Seat-Ateca-SUV-2016-doppelpack-2
  • Seat-Ateca-SUV-2016-doppelpack
  • Seat-Ateca-SUV-2016-im-Gelaende

 

Foto: (c) by Seat


Videos: Seat Ateca

 


 

Technische Daten: Seat Ateca

 

Typ: Daten Leistung: Verbrauch Emission
Ottomotor:
 1.0 TSI Ecomotive  3 Zylinder 999 cm³; 85 kW (115 PS); 200 Nm
bei 2000–3500 U/min
 5,2 l  121 g/km
 1.4 EcoTSI  4 Zylinder 1395 cm³; 110 kW (150 PS); 250 Nm
bei 1500–3500 U/min
 5,4–6,2 l*  125–143 g/km*
       
Dieselmotor:      
 1.6 TDI Ecomotive  4 Zylinder 1598 cm³; 85 kW (115 PS); 250 Nm
bei 1500–3000 U/min
 4,3 l  112 g/km
 2.0 TDI  4 Zylinder 1968 cm³; 110 kW (150 PS); 340 Nm
bei 1750–3000 U/min
 4,4–4,9 l*  114–128 g/km*
 2.0 TDI  4 Zylinder 1968 cm³; 140 kW (190 PS); 400 Nm
bei 1900–3300 U/min
 5,0 l 131 g/km 
* Je nach Getriebe oder Antriebsart

 

Was kostet der Seat Ateca?

Der Seat Ateca kostet in der Standartausführung "Reference" mit dem 1.0 TSI Ecomotive Motorvariante 19.990 Euro

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7 Sitzer SUV

Nissan Pathfinder mit sieben Sitzen

Familientaugliche SUVs - Viele SUVs bieten eine besondere Ausstattungsvariante, wie sie bei kaum einem Kombi zu finden ist. Die häufig angebotene dritte Sitzreihe! Diese kann bei fast allen Modellen unsichtbar und platzsparend im Laderaum-Boden versenkt werden! Wir haben einige SUVs unter dem Aspekt Familientauglichkeit etwas näher unter die Lupe genommen. Das Hauptkriterien für die Einschätzung der jeweiligen Familienfreundlichkeit waren vor allem das Raumangebot und die sieben Sitze!

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Top 10 der meistgekauften SUVs!

Als Grundlage dieser Topliste diente die Liste der Neuzulassungen die monatlich vom Kraftfahrt-Bundesamt ausgegeben wird. Auswertungszeitraum Januar bis November 2016

 

Der VW Tiguan ist immer noch das beliebteste deutsche SUV, mit 58.988 verkauften Modelle führt er nach wie vor Souverän die Liste an. VW verkauft fast doppelt so viele SUVs wie der zweitplatzierte Ford Kuga mit 32.236 Einheiten. Der Ford Kuga verdrängt den Opel Mokka (29.035 Fahrzeuge)auf Platz 3. Sechs deutsche Hersteller in der Top Ten, die vier restlichen Plätze gehen an:  Nissan Qashqai (20.696 Fahrzeuge) Platz 4, Hyundai  Tucson (23.660 Fahrzeuge) Platz 9, Skoda Yeti (19.073 Fahrzeuge) Platz 10! Audi ist als einzige Marke gleich mit zwei Modellen in der Top 10 vertreten wurde allerdings vom BMW X1 überholt, dieser war im Vorjahr noch gar nicht in der Top 10 Liste vertreten!

 

Top 10 der meistgekauften SUVs:
Auswertungzeitraum: Januar-November 2016
(Gesamtzahl der  Fahrzeuge in der Top 10: 279108 Einheiten)

Insgesamt wurden von Januar bis November 2016  rund 654.943 SUV's (inkl. Geländewagen) verkauft!

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

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